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Pakistan: 500 Tote bei Kämpfen mit Taliban

Bei zehntägigen Kämpfen in einem Stammesgebiet im Nordwesten Pakistans sind Regierungsangaben zufolge fast 500 Menschen getötet worden. Mehr als 200.000 Menschen flohen vor den Kämpfen. Noch immer sollen sich etwa 3000 bewaffnete Extremisten in der Region aufhalten.

Fast 500 Menschen sind nach Angaben der pakistanischen Regierung bei Gefechten in einem Stammesgebiet im Nordwesten Pakistans ums Leben gekommen. Bei den zehntägigen Kämpfen seien 460 Aufständische und 22 Soldaten getötet worden, erklärte Innenminister Rehman Malik. Darüber hinaus seien 219.000 Einwohner durch die Gefechte in die Flucht getrieben worden.

Seiner Aussage zufolge halten sich in Bajur im Grenzgebiet zu Afghanistan noch immer 3000 bewaffnete Extremisten auf. Diese würden "ausgelöscht", erklärte der Malik. Unter den Bewaffneten in der Region seien auch Taliban-Kämpfer aus Afghanistan und Extremisten aus anderen Ländern.

Malik zufolge begannen die Gefechte am 6. August, nachdem Aufständische einen Außenposten der Streitkräfte überfallen hatten. Bajur gilt als Hochburg von Taliban- und Al-Kaida-Kämpfern.

AP / AP
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