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Terrorverdacht: Sprengstoff wegen "Familienstreit"

Die Motive eines unter Terrorverdacht in Paris festgenommenen Angestellten des Pariser Flughafens sind weiter unklar. Der mit Waffen und Plastiksprengstoff Festgenommene spricht von einem «Familienstreit».

Die Motive eines unter Terrorverdacht in Paris festgenommenen Angestellten des Pariser Flughafens sind weiter unklar. Der mit Waffen und Plastiksprengstoff Festgenommene spricht von einem «Familienstreit».

Die Motive eines unter Terrorverdacht in Paris festgenommenen Angestellten des Pariser Flughafens sind weiter unklar. Die Anti-Terror-Polizei hatte im Auto des 27 Jahre alten Gepäckträgers am Pariser Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle ein Maschinengewehr, eine Maschinenpistole, fünf Packungen Plastiksprengstoff und zwei Zünder gefunden. Der Algerier habe von einem «Familienstreit» gesprochen, gab die Polizei am Dienstag bekannt. Die Eltern seiner verstorbenen Frau, die bei einem Wohnungsbrand im vergangenen Jahr ums Leben kam, hielten ihn für den Tod seiner Frau verantwortlich, sagte er den Ermittlern.

Der 27-Jährige war der Polizei bislang nicht aufgefallen und war auch nicht als radikaler Islamist bekannt. In seiner Wohnung wurden islamische Schriftstücke gefunden. Die Polizei nahm inzwischen außerdem den Zeugen fest, dessen Aussage am Samstag zur Festnahme des Verdächtigen geführt hatte. Dieser Mann, ein Fremdenlegionär, war nach Angaben des französischen Rundfunksenders Europe 1 wegen illegalen Waffenbesitzes bereits mit der Justiz in Konflikt geraten.

In den vergangenen Wochen hatte die französische Polizei mit einer Serie von Festnahmen ein «tschetschenisches Netzwerk» von mindestens neun mutmaßlichen islamischen Terroristen zerschlagen. Das Netzwerk hatte nach Angaben des französischen Innenministeriums einen Anschlag auf die russische Botschaft in Paris geplant.