Nazi-Verbrechen

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Bei dem Gulag handelte es sich um ein großes Netz von Straf- und Arbeitslagern in der Sowjetunion

Moskauer Gulag-Museum wird durch Ausstellung über NS-Kriegsverbrechen ersetzt

Das Moskauer Museum über den Gulag - die berüchtigten Straf- und Arbeitslager in der Sowjetunion - soll nach Behördenangaben durch eine Ausstellung über Nazi-Verbrechen im Zweiten Weltkrieg ersetzt werden. "Das neue Museum wird eine Ausstellung zeigen, die alle Phasen der Nazi-Kriegsverbrechen im Großen Vaterländischen Krieg abdeckt", teilte die Moskauer Stadtverwaltung unter Verwendung der offiziellen russischen Bezeichnung für den Zweiten Weltkrieg am Freitag mit.
"Unsere Väter waren Feinde" – Tochter eines Opfers und eines Täters erinnern an Gräueltaten der Nazis

Barbara Brix und Yvonne Cossu-Alba "Unsere Väter waren Feinde" – Tochter eines Opfers und eines Täters erinnern an Gräueltaten der Nazis

Sehen Sie im Video: "Unsere Väter waren Feinde" – Tochter eines Opfers und eines Täters erinnern an Gräueltaten der Nazis.
 
 
 
 
Barbara Brix und Yvonne Cossu-Alba sind gute Freundinnen – und das, obwohl die Vergangenheit ihrer Väter nicht unterschiedlicher sein könnte. 
 
Barbaras Vater war in der Waffen-SS im Zeiten Weltkrieg und war bei Erschießungen in der Sowjetunion dabei. 
 
Yvonnes Vater hingegen ist Widerstandskämpfer in Frankreich gewesen – und wurde in das KZ Neuengamme bei Hamburg verschleppt. Dort starb er in den letzten Kriegstagen. 
 
Yvonne Cossu-Alba: "Mein Vater war Widerstandskämpfer. Er stellte gefälschte Personalausweise her, um jungen Menschen zu helfen, nicht zum Zwangsarbeitsdienst S.T.O. zu kommen. Er half den Menschen, nach England zu gelangen und sie zu einem Hafen zu bringen, von wo aus sie mit einem Boot nach England fahren konnten. Er holte auch Waffen, die von den Briten mit Fallschirmen abgeworfen worden waren, um sie zu den Menschen zu bringen, die sich im Gestrüpp versteckt hielten. Es gab Widerstandskämpfer, die in der Macchia versteckt waren. Er brachte ihnen Waffen."
 
Als Nachfahren eines Täters und eines Opfers erinnern Barbara und Yvonne gemeinsam an die Gräueltaten der Nazis. 
 
Barbara Brix: „Unsere Väter waren Feinde. Teile befeindeter Völker, die einander gehasst haben und die aufeinander geschossen haben. Es gab nichts, das sie miteinander verbunden hat.“ 
 
Gemeinsam halten sie Vorträge vor Schülern und jungen Erwachsenen, über ihre unterschiedlichen Biografien bzw. die ihrer Väter und über ihre besondere Freundschaft.
 
Mit dem stern haben Barbara Brix und Yvonne Cossu-Alba über Versöhnung, ihre Erinnerungsarbeit und den wachsenden Antisemitismus in Deutschland und auf der Welt gesprochen.Das ganze Gespräch lesen Sie auf stern Plus und im nächsten stern.