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Tod von Hugo Chávez: Forscher sollen vermeintlich gezielte Krebsinfektion prüfen

Zum Krebstod von Hugo Chávez hat Venezuelas Interimspräsident Maduro seine ganz eigene Theorie: "Feinde" sollen die Krankheit beim Comandante ausgelöst haben. Er nennt das "biologische Kriegsführung".

Venezuelas Übergangspräsident Nicolás Maduro will seinen Verdacht, dass Staatsfeinde die tödliche Krebserkrankung des langjährigen Staatschefs Hugo Chávez verursachten, wissenschaftlich überprüfen lassen. Wenn er die Präsidentschaftswahl am 14. April gewinne, werde er eine Kommission aus nationalen und internationalen Wissenschaftlern einsetzen, "damit sie diese These, diese Vorstellung, diesen Verdacht, den wir haben, untersuchen", sagte Maduro am Donnerstag während eines Auftritts im nordöstlichen Bundesstaat Anzoátegui, der im Staatsfernsehen übertragen wurde.

Es gebe eine "Gruppe" von venezolanischen Regierungsmitgliedern, die "keinen Zweifel" daran hätten, dass die Krebserkrankung von Chávez "gesät wurde, um ihn vom Weg der venezolanischen und lateinamerikanischen Revolution des Volkes abzudrängen", sagte Maduro. Kurz vor Bekanntgabe des Todes von Chávez Anfang März hatte Maduro den "Feinden" Venezuelas vorgeworfen, die Krebserkrankung des sozialistischen Staatschefs verursacht zu haben.

Maduro: "Er hat sich geopfert"

"Die Feinde unseres Vaterlandes wissen, dass sie nie eine Wahl gegen den Comandante Chávez gewonnen hätten oder ihn in einem Staatsstreich hätten stürzen können, und er hat tatsächlich sein Leben gegeben, er hat sich geopfert", sagte Maduro am Donnerstag. Die "imperialistischen Länder" forschten seit 60 Jahren an "Methoden der biologischen Kriegsführung", mit denen Krebs verursacht werden könne, fügte der Übergangsstaatschef hinzu.

Caracas hatte den USA kurz vor Chávez' Tod vorgeworfen, gezielt die Destabilisierung des Landes zu betreiben und für Chávez' Krebserkrankung verantwortlich zu sein. Zwei US-Diplomaten wies Venezuela aus, weil sie das Land "destabilisiert" hätten.