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Venezuela: Hugo Chavez und der Ruf des Goldes

Wenn der Goldpreis steigt möchte Hugo Chavez davon profitieren. Er möchte jetzt die Goldminen Venezuelas verstaatlichen um so gegen illegale Minen und Schmuggler anzukämpfen.

Vor dem Hintergrund des Höhenflugs der Goldpreise hat Venezuelas Staatschef Hugo Chávez die Verstaatlichung des Goldsektors seines Landes angekündigt. Chávez begründete den Schritt am Mittwoch im staatlichen Fernsehsender VTV mit dem Kampf gegen "bewaffnete Banden und den Schmuggel" vor allem im Süden des Landes. Ein bereits vorbereitetes Dekret werde er bald verabschieden.

Das südamerikanische Land steht bei den Goldreserven an 15. Stelle weltweit. Rund 60 Prozent der Goldproduktion kommt nach Angaben der Zentralbank aus nicht genehmigten Minen. Angesichts der Schuldenkrise in der Euro-Zone und den USA erreichte der Preis für das Edelmetall auf den Weltmärkten in den vergangenen Wochen immer neue Höchststände.

Die venezolanische Regierung hatte bereits 2007 die Kontrolle über die strategischen Energiebereiche des Landes übernommen. 2010 übernahm sie zudem bereits die Kontrolle über 500 000 Hektar Goldzonen. Der autoritär regierende Chávez hat sich vom Parlament umfassende Vollmachten geben lassen. Seit Ende Dezember hat der Linkspopulist das Recht, für anderthalb Jahre per Dekret am Parlament Gesetze zu erlassen.

ono/AFP / AFP