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Raus aus dem Lockdown Dieses Schaubild soll uns durch die nächsten Wochen führen – doch eine wichtige Angabe fehlt

Grafik der Bundesregierung zum weiteren Vorgehen in der Coronavirus-Pandemie
Grafik der Bundesregierung zum weiteren Vorgehen in der Coronavirus-Pandemie
© Bundesregierung
Eine Grafik der Bundesregierung soll das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Pandemie verständlich machen. Eine Frage muss jedoch noch geklärt werden.

Mehr als zwölf eng beschriebene Din-A4-Seiten umfasst der Beschluss zum weiteren Vorgehen in der Coronavirus-Pandemie von Bund und Ländern – und eine Grafik.

Sie soll Hoffnung machen auf eine langsame, aber stetige Rückkehr zur Normalität und veranschaulicht die zunächst fünf Öffnungsschritte, die von verstärkten Impf- und Testanstrengungen begleitet werden sollen.

Was ist der Bezugsraum für die Coronavirus-Inzidenz?

Nach den Schul-, Kita- und Friseuröffnungen zu Monatsbeginn sollen am kommenden Montag Buchhandlungen, Blumenläden, Gartenmärkte, Fahr- und Flugschulen wieder öffnen und körpernahe Dienstleistungen angeboten werden dürfen, jeweils unter Auflagen.

Der Öffnungsplan sieht zudem ein nach Inzidenzwerten gestaffeltes Vorgehen vor. Bei Inzidenzen (also der Zahl der Neuinfektionen mit dem Sars-Cov-2-Erreger auf 100.000 Einwohner/-innen binnen sieben Tagen) unter 100 kann es weitere Lockerungen geben, unter 50 sogar noch mehr. Steigt der Wert dagegen über 100, greift die sogenannte Notbremse, das heißt es gibt eine Rückkehr in den Lockdown, so die Einigung von Bund und Ländern.

So weit, so klar. Doch eine Frage blieb am Mittwochabend offen: Im Papier ist von einem Unter- oder Überschreiten des Inzidenzwertes in "Land oder Region" die Rede. Wie diese Regelung vor Ort in den Bundesländern umgesetzt wird, war zunächst unklar. Können Landkreise bereits Lockerungen durchführen, wenn sie unter 50 oder 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner/-innen binnen sieben Tagen fallen? Reicht sogar nur eine Kommune? Oder muss das ganze Bundesland diesen Wert knacken?

An einem Tisch sitzen ein Mann und eine Frau im Freien, haben je ein Bier vor sich und blicken bei Sonne über einen See

Sehen Sie im Video: So sieht die Corona-Öffnungsstrategie aus.

Die Entscheidung über den Umgang mit der Formulierung "Land oder Region" müssen die Bundesländer in eigener Verantwortung fällen. Der stern hat bei allen Staatskanzleien der Länder nachgefragt, wie sie "Land oder Region" definieren. Sobald die Antworten vorliegen, werden wir sie veröffentlichen.

Update 16.30 Uhr: Inzwischen liegen die Antworten aus etlichen Bundesländern vor. Diese können Sie hier lesen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder wollen sich am 22. März erneut treffen, um über weitere Maßnahmen zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie zu beraten.

wue

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