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Es ist uns nicht egal ...: ... dass Flüchtlinge so schlecht behandelt werden

Die Wahl ist vorbei. Es gibt viel zu tun und genug Probleme, die uns wütend machen. Nach zornigen stern-Mitarbeitern und Prominenten empören sich stern-Leser. Heute: Rüdiger Harrer.

In den Wochen vor der Wahl hieß es ständig, Deutschland gehe es gut, es müsse nur so weitergehen. Das Gerede über die Wohlfühl-Republik hat uns in der stern-Redaktion wütend gemacht. Deswegen haben wir die Aktion "Es ist uns nicht egal" ins Leben gerufen. Nachdem stern-Mitarbeiter und zahlreiche Prominente aufgeschrieben haben, was ihnen nicht egal ist in diesem Land, kommen jetzt Sie, liebe Leserinnen und Leser zu Wort. Was ist Ihnen nicht egal? Und warum? Schreiben Sie unserer stellvertretenden Chefredakteurin unter anita.zielina@stern.de.

Hunderte Kommentare haben uns schon erreicht, eine Auswahl werden wir täglich auf stern.de veröffentlichen.

Heute empört sich Rüdiger Harrer:

"Mir ist es nicht egal, dass Flüchtlinge in Deutschland so schlecht behandelt werden. Haben wir denn schon vergessen, wie es nach 1945 Millionen Menschen aus den Ostgebieten ergangen ist?"

Mir ist es auch nicht egal, dass unsere Politiker so blind sind für die Leiden der Flüchtlinge und nicht mehr unternehmen, um die Situation der Menschen in den Krisengebieten der Welt zu verbessern. Was die Kern-EU-Länder als Nutznießer der ehemaligen Kolonialstaaten dort hinterlassen haben (mangelnde Ausbildung, keine Gesundheitsfürsorge, keine funktionsfähige Administration, etc.) muss von einem vereinigten Europa nun gemeinsam aufgearbeitet werden. Flüchtlinge dürfte es schon längst nicht mehr geben!

Mit freundlichen Grüßen

Rüdiger Harrer

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