HOME

Guttenberg zur Wehrpflicht: Verkürzen, aber nicht abschaffen

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat die FDP gewarnt, die geplante Wehrpflicht-Verkürzung zu deren gänzlichen Abschaffung zu instrumentalisieren.

Bundesverteidigungsminister Guttenberg hat die FDP gewarnt, die geplante Wehrpflicht-Verkürzung zu deren gänzlichen Abschaffung zu instrumentalisieren. "Mit mir ist eine Abschaffung der Wehrpflicht nicht zu machen", sagte der CSU-Minister laut "Bild am Sonntag". Sollten aber "einige in der FDP" versuchen, die Verkürzung auf sechs Monate zu verzögern oder das Konzept zu verwässern, werde es bei der bestehenden Wehr- und Zivildienstpflicht von neun Monaten bleiben, kündigte Guttenberg an.

Das Gesetz soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Schon zum 1. August soll der Zivildienst verkürzt werden. Am 1. Oktober würden dann die ersten Wehrdienstleistenden eingezogen, die nur noch sechs Monate dienen müssen.

Guttenberg widersprach mit Nachdruck Vorwürfen, in einem halben Jahr sei eine vernünftige Soldaten-Ausbildung nicht zu machen. "Es soll in diesen sechs Monaten ja niemand bereits zum General ausgebildet werden", so der Minister. Zudem könnten Wehrpflichtige im Heimatschutz eingesetzt werden - "eine Aufgabe für die eine kürzere Einsatzzeit durchaus sinnvoll sein kann".

APN, DPA / DPA