Bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin rettet Franziska Giffey sich und die SPD in die Regierung, weil sie am schnellsten die Realitäten erkannt hat.
Nach der Wahl in Schweden ist nicht klar, wer das Land künftig regiert. Normalerweise ist die Koalitionsbildung hier schnell erledigt. Starke Rechtspopulisten machen es diesmal schwierig.
Es ist schon sehr auffällig: Keine der infrage kommenden Parteien wirkt nach der Wahl besonders scharf darauf, mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Regierung zu bilden. Aus gutem Grund.
Es ist eine Zäsur in der Geschichte der Republik: Trotz aller Warnungen zieht erstmals seit über 50 Jahren eine Partei rechts der Union in den Bundestag, die SPD stürzt völlig ab. Merkel kann Kanzlerin bleiben - die Koalitionsbildung wird aber nicht einfach.
Winfried Kretschmann hat für die Grünen ein historisches Ergebnis geholt: rund 30 Prozent in Baden-Württemberg. Trotzdem ist ihm das Amt des Ministerpräsidenten nicht sicher.