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Bayerischer Finanzminister: Söder fordert harte Linie gegen Griechenland

Griechenland nimmt heute die Gespräche mit der Troika wieder auf - CSU-Politiker Markus Söder sieht einen Schuldenschnitt als "verheerendes Signal für Gläubiger". Weitere Hilfen machen "wenig Sinn".

Athen habe mit der Verlängerung des zweiten Hilfsprogramms eine Schonfrist erhalten und müsse nun "liefern", so Bayerns Finanzminister Söder

Athen habe mit der Verlängerung des zweiten Hilfsprogramms eine Schonfrist erhalten und müsse nun "liefern", so Bayerns Finanzminister Söder

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hat die internationalen Gläubiger Griechenlands zu einer harten Linie mit Athen aufgefordert. Griechenland müsse seine Schulden bezahlen, ein Schuldenschnitt wäre "ein verheerendes Signal für alle Gläubiger in Europa", sagte er der Zeitung "Die Welt".

Zudem sagte Söder, ein drittes Hilfspaket für Griechenland habe "wenig Sinn". Athen habe mit der Verlängerung des zweiten Hilfsprogramms eine Schonfrist erhalten und müsse nun "liefern". Sollte dies nicht passieren, müsse das Land dies "selbst verantworten". Das Euro-Stabilitätssystem richte sich nach dem "Grundsatz Geld gegen Reformen", sagte der bayerische Minister. Würde dieser aufgegeben, würden auch die Fortschritte in anderen kriselnden Eurostaaten zunichte gemacht.

Griechenland nimmt am Mittwoch erstmals seit den Neuwahlen Ende Januar wieder Gespräche mit den Experten seiner Geldgeber auf. Bei dem Treffen in Brüssel kommen Beamte der griechischen Regierung und Experten der bisherigen Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) zusammen. Dabei soll über die Reformen beraten werden, die Griechenland im Gegenzug für die Verlängerung des Hilfsprogramms bis Ende Juni zugesagt hat.

amt/AFP / AFP