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Polizei droht mit Wegtragegebühr: Castor-Gegner sollen Schotter lassen

Castor-Gegner aufgepasst! Wer sich bei von einem Polizisten wegtragen lässt, muss künftig mit einer saftigen Geldstrafe rechnen. Zwischen 30 und 57 Euro soll der kurze Körperkontakt kosten - je nach Dienstgrad des zupackenden Beamten.

Die angekündigte Sitzblockade gegen den Castor-Transport auf der Bahnstrecke ins Zwischenlager Nord bei Lubmin könnte für die Atomkraftgegner teuer werden. Das Wegtragen und die "Gewahrsamnahme" durch die Polizei seien kostenpflichtig, sagte am Donnerstag der Sprecher der Polizei Anklam, Ulf Claasen, der Nachrichtenagentur dpa. Es gebe allerdings keine feste "Wegtragegebühr". Die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtete, laut einem vertraulichen Einsatzbefehl läge die Gebühr zwischen 30 und 57 Euro, je nach Dienstgrad des zupackenden Beamten. Claasen betonte: "Es gibt kein Versammlungsrecht auf Gleisanlagen der Deutschen Bahn." Zunächst spreche die Polizei aber immer erst einen Platzverweis aus und hoffe, dass die Blockierer dann die Gleise räumten.

DPA / DPA
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