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Prozess gegen Kinderporno-Ring Richter verhängen Haftstrafen bis zu fünf Jahren


Einer der bundesweit größten Kinderporno-Prozesse ist am Mittag in Darmstadt zuende gegangen: Sieben Angeklagte hatten zuvor gestanden, kinderpornografisches Material im Internet getauscht zu haben. Die härteste Strafe erhielt ein 34-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen.

Vor dem Landgericht Darmstadt sind am Donnerstag sieben Männer zu Haft zwischen zwei Jahren auf Bewährung und fünf Jahren verurteilt worden. Die Männer hatten nach Auffassung des Gerichts zwischen 2006 und 2009 rund 100 000 Dateien mit kinderpornografischem Material aus dem Internet heruntergeladen und getauscht. Das Gericht sprach von "hartem Stoff", unter anderem seien Fotos von schwer sexuell missbrauchten Säuglingen gezeigt worden.

Die höchste Strafe erhielt ein 34-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen. Er hatte eingeräumt, selbst ein Kind neunmal sexuell missbraucht zu haben. Gegen zwei Angeklagte soll noch getrennt weiterverhandelt werden.

Der Prozess war in der vergangenen Woche aufgetrennt worden, da von insgesamt neun Angeklagten sieben gestanden hatten. Im Fall der zwei übrigen Angeklagten sollen noch Zeugen gehört werden, das Verfahren wird in der kommenden Woche fortgesetzt.

Die Verhandlung vor dem Landgericht Darmstadt zählt zu den größten Kinderporno-Prozessen in der Geschichte der Bundesrepublik.

DPA DPA

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