Weihnachtsansprache Köhler fordert Mut zu Veränderungen


Zu Weihnachten hat Bundespräsident Horst Köhler von den Menschen in Deutschland Mut zu Veränderungen eingefordert. "Wir können die großen Aufgaben in unserem Land bewältigen", erklärte der Präsident in seiner Feiertagsansprache.

"Jeder einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten." Viele positive Beispiele für Engagement und gegenseitige Unterstützung gäben ihm Zuversicht. "Manchmal habe ich den Eindruck, die Menschen in unserem Land sind schon weiter als die Politik", sagte Köhler.

Die Politik müsse klar und wahrhaftig handeln und dürfe den Menschen nichts vormachen, auch wenn im einzelnen um den richtigen Weg gestritten werden müsse. Kinder und Enkel könnten nur dann eine gute Zukunft haben, wenn man jetzt Veränderungen wage. "Ich bin zuversichtlich: Es wird gut ausgehen, wenn wir den Mut finden, uns auf die Kraft der Freiheit und Mitmenschlichkeit zu besinnen", erklärte Köhler.

Nach seiner Afrika-Reise erinnerte Köhler daran, dass dort vielerorts Not und Hunger herrschen. Dennoch gebe es Mut und Lebensfreude. Spenden und Unterstützung aus Deutschland zeigten Wirkung, und die Menschen seien dankbar. Köhler grüßte auch die Bundeswehrsoldaten am Horn von Afrika, die dort über Weihnachten Dienst tun müssten.

Dank sei zudem denen geschuldet, die über die Feiertage in Deutschland arbeiten müssten, darunter Polizisten, Krankenschwestern oder Busfahrer. Jenen, die über die Feiertage von Einsamkeit, Not und Sorgen bedrückt sind, wünschte er, dass es bald wieder aufwärts gehe. "Weihnachten erinnert uns daran, dass wir uns umeinander kümmern sollten - nicht nur in der Familie oder im Freundes- und Bekanntenkreis", sagte das Staatsoberhaupt


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