Kultur, Strand und Shoppen
Valencia - das ziemlich perfekte Urlaubsziel

Lebhafte Shoppingstraßen, lauschige Piazza, viel Kultur und ein Traumstrand. Wie lebt es sich in der lebenswertesten Stadt der Welt? Wir haben uns von Valenzianern ihre Stadt zeigen lassen.
Anfang November in Valencia: 24 Grad, Sonne, die Menschen flanieren und genießen das Leben. Gleich in mehreren Rankings wird Valencia als Stadt mit der höchsten Lebensqualität aufgeführt 
Anfang November in Valencia: 24 Grad, Sonne, die Menschen flanieren und genießen das Leben. Gleich in mehreren Rankings wird Valencia als Stadt mit der höchsten Lebensqualität aufgeführt 
© Henry Lübberstedt / stern-online

"Hier war meine erste Wohnung in Valencia, das ist über 20 Jahre her", mein City-Guide Claudia zeigt hoch auf ein dreigeschossiges Haus in der schmalen Calle de la Corretgeria. "Wir hatten eine großartige Hausgemeinschaft und haben aus Spaß an die Haustür ein Schild mit ‚Willkommen in Beirut‘ aufgehängt", erinnert sie sich. Genau so habe es damals hier ausgesehen – überall verfallene Häuser. Eine Trümmerlandschaft, um die sich niemand kümmerte. Häuser und sogar Stadtpaläste gehörten Erbengemeinschaften, die sich bei den Kosten für die Instandhaltung nicht einigen konnten.

An Beirut erinnert heute nichts mehr. Claudias WG-Haus in der kleinen Gasse liegt in Toplage, gleich neben dem belebten und von Palmen umsäumten Plaza de la Reina, mitten in der Altstadt, unweit der Kathedrale von Valencia. Die verschiedenen Stadtverwaltungen hätten über die Jahrzehnte hinweg mit viel Weitblick gehandelt, erzählt sie. Gebäude wurden saniert, Plätze instandgesetzt, das lokale Kleingewerbe unterstützt, der Autoverkehr gebändigt. Heute zählt Valencia zu den Städten mit der höchsten Lebensqualität – weltweit.

Und genau dieses Selbstbewusstsein strahlt die liebenswerte Stadt an der Mittelmeerküste, 350 Kilometer südlich von Barcelona, auch aus. Es ist das erste Novemberwochenende, ich schlendere mit Claudia bei 25 Grad Celsius in Dreiviertelhosen durch die belebten Gassen. Immer wieder tun sich kleine Plätze vor uns auf: In der Mitte Tische, Cafés und Kunstläden drumherum, Straßenmusiker sorgen für unaufdringliche Musikuntermalung. Kleine, tiefenentspannte Oasen der Ruhe.

Abseits der Gassen geht es hektischer zu. Es ist viel los an diesem Samstag. Morgens war Stadtmarathon, ausgelassen, doch sichtlich erschöpft machen sich Hobbyläufer und -läuferinnen auf den Heimweg. Auf dem Plaza del Ayuntamiento, direkt vor dem Rathaus, sprinten Kinder, angefeuert von der Menge, um die Wette. "Spätestens seit Corona haben hier viele das Laufen für sich entdeckt", weiß Claudia. Auf dem Höhepunkt der Covid-Pandemie galt Hausarrest für alle. Am Abend durfte nur hinaus, wer einen Hund hatte oder einer sportlichen Aktivität nachging. "Joggen wurde da sehr beliebt", sie lacht. "Und Hundetausch."

Zu Musizieren gehört in den Familien zur Tradition

Einen weit höheren Stellenwert in Valencia hat die Musik. Wir umrunden die Kathedrale von Valencia, in deren Seitenschiff jener Kelch ausgestellt ist, aus dem Jesus beim letzten Abendmahl getrunken haben soll. Schon in der Carrer del Micalet hört man die Musikkapelle mit rund 200 Instrumenten auf dem Plaza de la Virgen. Mit Inbrunst wird die textlose Stadthymne Valencias intoniert. Dazu tanzen Gruppen in prächtigen Kostümen, und vor der Basilika stehen christliche Ritter und Mauren.

"Musizieren gehört zur Tradition der meisten Familien", erklärt Claudia. Erst in der Schulband, dann in einer der zahlreichen Kapellen der Stadt. Es soll Hunderte geben, weshalb Valencia auch den Titel "Stadt der 1000 Bands" trägt. Den offiziellen Registrierungen zufolge sind es jedoch deutlich mehr. Dass die weltgrößte private Musikschule, das Berklee College of Music im amerikanischen Boston, hier eine Außenstelle hat, wundert wenig. Rund 1.500 Studenten aus 71 Ländern werden in Valencia zu Profimusikern ausgebildet. Entsprechend hochwertig ist die Straßenmusik, da sich so mancher Student etwas dazuverdient.

Eine Stadt, die gern Altes mit neuem Leben füllt

Das Bandfestival auf dem Plaza de la Virgen feiert die Stadtgründung vor 787 Jahren. Damals zog König Jaume I. in die Stadt ein, vertrieb die Mauren und gründete das christliche Königreich Valencia. Der neue Herrscher machte sich eiligst ans Werk, die Moscheen zu schleifen und direkt auf ihren Fundamenten Kirchen zu errichten. Praktisch jede Kirche steht auf einer Moschee, und die wiederum auf alten römischen Gemäuern. Gleich auf der Rückseite der Basilika kann man auf diese Schichten über 1.000 Jahre zurück in die Vergangenheit schauen: Das archäologische Zentrum wurde direkt über einer großen Ausgrabungsstätte errichtet.

In Valencia werden historische Gebäude gern und geschickt mit modernem Nutzen kombiniert. Gerade das macht das besondere Flair der Altstadt aus – sie bildet die perfekte Kulisse zum Flanieren, und es scheint, als strahlte sie ihre Lässigkeit auf die Besucher ab. Hier ein mittelalterliches Gemäuer, dort ein Jugendstilhaus mit maurischen Elementen, dazwischen moderne, aber baulich ins Umfeld eingepasste Wohnhäuser. Die Altstadt ist architektonisches Stückwerk und aus einem Guss zugleich. 

Fast ein Pflichtbesuch: Hortensia-Herrero-Zentrum

Auferstanden aus Ruinen und der Kunst wohl zugewandt: Das Museum Hortensia Herrero für zeitgenössische Kunst. Auch für Kunstbanausen unbedingt einen Besuch wert
Auferstanden aus Ruinen und der Kunst wohl zugewandt: Das Museum Hortensia Herrero für zeitgenössische Kunst. Auch für Kunstbanausen unbedingt einen Besuch wert
© Europa Press News

Ein Paradebeispiel dafür ist das Hortensia-Herrero-Zentrum für Zeitgenössische Kunst. Der Palast aus dem 17. Jahrhundert in der Calle del Mar war ursprünglich das elegante Zuhause von Don Joan de Valeriola, Sprössling einer bedeutenden Bankerfamilie. Dann wurde das Gebäude Verlagssitz der Regionalzeitung Las Provincias, bis es schließlich als extravaganter Nachtclub endete. Danach verfiel der Palast über Jahrzehnte bis zur Unkenntlichkeit.

Als Valencias milliardenschwere Mäzenin Hortensia Herrero einen angemessenen Ort für ihre Sammlung zeitgenössischer Kunst suchte, fiel ihre Wahl auf die Ruine. Rund 40 Millionen Euro investierte sie in den Wiederaufbau – oder genauer: die Ausgrabung – des alten Palacio. Ende November 2023 öffnete das CAHH nach sieben Jahren aufwändiger Rekonstruktion seine Tore. Das Zusammenspiel des geschichtsträchtigen Gemäuers mit moderner Kunst macht den Besuch zu einem ganz besonderen Erlebnis. Es ist Kunst zum Staunen, da sie mit Formen, Lichteffekten und Illusionen spielt. Unbedingt eine Führung buchen!

Lecker Essen in alten Gemäuern

Der Mercado de Colón. Die alte Markthalle aus dem 19. Jahrhundert beherbergt heute zahlreiche Restaurants und Cafés
Der Mercado de Colón. Die alte Markthalle aus dem 19. Jahrhundert beherbergt heute zahlreiche Restaurants und Cafés
© Henry Lübberstedt / stern-online

Wer kein Interesse an Kunst hat, sondern lieber in umfunktionierten historischen Gebäuden essen möchte, setzt sich in eines der Restaurants im Mercado de Colón. Die große, nach allen Seiten offene Jugendstilhalle von 1916 wurde behutsam in einen Genusstempel verwandelt. Richtig gute Tapas aus hochwertigen Zutaten gibt es dort im "Mi Cub" vorn am Eingang zur Straße Carrer de Jorge Juan. Gleich nach dem Essen Lust auf profanes Shoppen? Die Carrer de Jorge Juan hinauf geht es zur Carrer de Colón – der Shoppingmeile Valencias mit kleinen Läden und den Geschäften großer Marken.

Doch Vorsicht beim Überqueren der Straße: Valencia ist Fahrradstadt. Autos dürfen nur 30 fahren und sind auf eine Spur verbannt; die andere Spur gehört allein den Rädern. Tückisch für Besucher: Die Radspur wird in beide Richtungen befahren. Gefährlich lebt, wer beim Überqueren nur nach rechts schaut.

Fast auf Augenhöhe mit Amsterdam: die Radwege Valencias

Arie Block (l.) ist aus den Niederlanden, aber nach einem Urlaub in Valencia geblieben. Das ist 30 Jahre her. Heute wohnt er mit seiner spanischen Frau am Rande seiner geliebten Stadt und ist nebenberuflich - ganz holländisch -  Fahrrad-Guide
Arie Block (l.) ist aus den Niederlanden, aber nach einem Urlaub in Valencia geblieben. Das ist 30 Jahre her. Heute wohnt er mit seiner spanischen Frau am Rande seiner geliebten Stadt und ist nebenberuflich - ganz holländisch -  Fahrrad-Guide
© Henry Lübberstedt / stern-online

Auf dem Rad sieht das anders aus. Es fährt sich nicht ganz so bequem wie in Kopenhagen oder Amsterdam, aber schon sehr nah dran am Komfort dieser beiden Radmetropolen. Das Fahrrad ist das perfekte Fortbewegungsmittel, da Valencia viel auf überschaubarer Fläche bietet und es keine Steigungen gibt. Von der trubeligen Altstadt bis zum Strand sind es gerade einmal fünf Kilometer. Selbst ungeübte Pedalisten brauchen dafür keine halbe Stunde. Und auch wenn es quer durch die engen Straßen geht, man ist dank der abgegrenzten Radstraßen und cleveren Verkehrsführung sicherer unterwegs als in Hamburg.

Arie fährt in seinem weißen "DoYouBike?"-Shirt auf einem rosa Citybike gemütlich vor mir her. Er ist mein Tourguide und – wie sollte es anders sein – Holländer. Seit dreißig Jahren lebt er in Valencia. Er kam als Tourist und blieb. In die Niederlande komme er nur noch selten, sagt er. Sein erwachsener Sohn kann zwar Holländisch, doch der fühle sich als Spanier, ganz klar. Valencia, sagt Arie, ist einfach seine Stadt.
Wir zirkeln durch die Gassen Richtung Turia-Garten, einem neun Kilometer langen und etwa 500 Meter breiten, die Stadt durchziehenden Park. Angelegte Gärten, Alleen aus duftenden Orangenbäumen, Sport- und Spielplätze – ein kleiner Geniestreich der Stadtplanung. Dass es diese Anlage gibt, ist der Beharrlichkeit der Einwohner zu verdanken.

Aus der Turia sollte eine Autobahn werden

Einst floss hier die Turia. Als sie 1957 die Stadt überflutete, 81 Menschen das Leben nahm und Tausende obdachlos wurden, leitete man den Fluss um die Stadt herum. Das Flussbett der Turia sollte nach ersten Plänen eine Autobahn werden, doch die Bürger protestierten jahrzehntelang dagegen. Schließlich überzeugte die Idee des "grünen Bandes". Der Turia-Garten wurde zum Markenzeichen der Stadt und trug Valencia die EU-Auszeichnung "Grüne Hauptstadt Europas 2024" ein.
Arie und ich fahren zum architektonischen Höhepunkt des Parks – dem Wissenschaftsmuseum. Das futurische Gebäude mit seinen fließenden Formen wäre die perfekte Filmkulisse für die Sternenflotten-Akademie aus Star Trek. Es gehört zu einem Ensemble aus vier Gebäuden, die aus einer bestimmten Perspektive gesehen die Form eines Wales ergeben.

Star Trek lässt grüßen: Das Wissenschaftsmuseum im Turia Garten. Hier lässt sich locker ein halber Tag verbringen
Star Trek lässt grüßen: Das Wissenschaftsmuseum im Turia Garten. Hier lässt sich locker ein halber Tag verbringen
© Henry Lübberstedt / stern-online

Wir fahren weiter, verlassen den Park bei der Pont de Real, überqueren die unübersichtliche Kreuzung zur Carrer del Monteforte und halten vor einem alten Stadtpalast, der zwischen den angrenzenden Hochhäusern wie aus der Zeit gefallen wirkt. "Das hier ist einer meiner Lieblingsplätze – selbst meine Frau kannte ihn nicht, und die ist hier geboren", sagt Arie. Gleich hinter dem Haus liegt der Jardín de Monteforte, ein Lustgarten wie aus dem 17. Jahrhundert. Akkurat geschnittene Hecken rahmen Obstbäume ein, Statuen bilden das Zentrum sternförmiger Wegfluchten. Es würde einen nicht wundern, böge eine Gruppe adliger Frauen mit Spitzensonnenschirmchen um die Ecke. Und plötzlich geschieht genau das: Der Garten wird gern als Fotolocation genutzt, und drei Frauen, gekleidet in aufwändiger Tracht, stehen Modell für eine Fotoproduktion.

Bürgerstolz und Traditionen sind in Valencia Teil des Selbstverständnisses. Für ein Fotoshooting sind diese junge Frauen in traditionelle Kleider geschlüpft
Bürgerstolz und Traditionen sind in Valencia Teil des Selbstverständnisses. Für ein Fotoshooting sind diese junge Frauen in traditionelle Kleider geschlüpft
© Henry Lübberstedt / stern-online

Die Fallas - ein Stadtteilparty der Extraklasse

Das Bewusstsein für Tradition und Bürgerstolz wirkt bis tief in die Stadtteile Valencias. Die Fallas – "Fajas" gesprochen – feiern zwar den Schutzpatron der Zimmerleute, im Grunde ist es ein uraltes Stadtteilfest zur Begrüßung des Frühlings. Während der vier Fallas-Tage vom 15. bis 19. März ist Valencia im Ausnahmezustand. In jedem Stadtteil treffen sich die Nachbarschaftskomitees, es gibt Stände, an denen man Churros und Buñuelos mit Schokolade bekommt.  

Jeder Stadtteil stellt seine spektakuläre Fallas-Figur aus
Jeder Stadtteil stellt seine spektakuläre Fallas-Figur aus
© Anadolu

Höhepunkt ist die Ausstellung der farbenprächtigen, haushohen Fallas-Figuren. Jeder Stadtteil baut mit viel Mühe und sehr viel Geld eines dieser mitunter haushohen Kunstwerke aus Pappmaché und will mit seiner Kreation die anderen Stadtteile ausstechen. Es geht um alles oder nichts. Per Volksabstimmung wird eine der Figuren oder Szene zur Gewinnerin gewählt, die anderen Figuren, seien sie auch noch so schön, werden am letzten Abend der Fallas verbrannt. Nur die Gewinnerin wird von den Flammen verschont und kommt in das Fallas-Museum, schräg gegenüber dem Wissenschaftspark. Die einzigartigen Fallas zählen zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe.

Bürgerstolz und Zusammenhalt

Auch das gibt es im Stadtteil El Cabanyal: Für ein sonntägliches Nachbarschaftsessen kurz die Straße abgesperrt, Tische und Stühle rausgeholt 
Auch das gibt es im Stadtteil El Cabanyal: Für ein sonntägliches Nachbarschaftsessen kurz die Straße abgesperrt, Tische und Stühle rausgeholt 
© Henry Lübberstedt / stern-online

Einer dieser selbstbewussten Stadtteile ist El Cabanyal. Es sieht hier anders aus als im Rest der Stadt: verwinkelte Straßen, zahlreiche bunt gekachelte Häuser, einige aufwändig verziert. In El Cabanyal wohnten einst die Fischer Valencias – der Hafen und der breite Sandstrand sind nur wenige Gehminuten entfernt. "Die Menschen hier definieren sich häufig mehr über ihren Stadtteil als über die Stadt", erklärt mir die Einheimische Laura beim Essen – bei einem Randbezirk wie Cabanyal allemal. 

Doch in Zeiten der Not sei der Zusammenhalt unglaublich. So auch bei der dramatischen Flutkatastrophe 2024. "Wir alle hatten damals Wasser, Lebensmittel, Decken zusammengerafft und sind los in die Überschwemmungsgebiete", sagt Laura und wird nachdenklich. Der Schock wirkt bis heute nach. Für den Tourismus war die Flut verheerend, wenngleich Valencia selbst gar nicht betroffen war. Die Wassermassen richteten ihr Unheil in den südlichen Vororten der Stadt an – etwa in Paiporta, Catarroja und Alfafar.

Ohne Tapas geht es nicht

Valencia ohne Tapas? Geht nicht. Wer kein Spanisch kann, sollte nach der englischsprachen Karte fragen oder eine Übersetzungsapp bemühen. Ansonsten bestellt man schnell Dinge, die man nicht haben wollte 
Valencia ohne Tapas? Geht nicht. Wer kein Spanisch kann, sollte nach der englischsprachen Karte fragen oder eine Übersetzungsapp bemühen. Ansonsten bestellt man schnell Dinge, die man nicht haben wollte 
© Henry Lübberstedt / stern-online

Es ist später Mittag, und wir sitzen im Casa Montaña beim wohl typischsten spanischen Snack überhaupt: den Tapas. Das Casa Montaña bietet dafür das stilechte Ambiente. Mächtige Weinfässer ruhen links und rechts in Regalen, dazwischen lediglich drei Tische mit zwölf Plätzen; einige Gäste stehen am raumgreifenden Marmortresen, hinter dem Wein und Bier aus Holzfässern gezapft werden. 

Der kleine Weinkeller des Casa Montana - auch hier typisch für El Cabanyal die bunten Fliesen
Der kleine Weinkeller des Casa Montana - auch hier typisch für El Cabanyal die bunten Fliesen
© Henry Lübberstedt / stern-online

Hinter dem Tresen geht es weiter – von dort kann man in die Küche schauen und, wenn man fragt, auch in den winzigen, fast 200 Jahre alten Weinkeller. Es ist laut und lebendig. Die Tapas sind die Wucht: nicht nur wegen der hochwertigen Zutaten lecker, sondern auch liebevoll angerichtet. Ein Geheimtipp ist das Casa Montaña längst nicht mehr – ohne Reservierung geht hier gar nichts.

Valencia als Urlaubsziel für Familien

Nach dem Essen schlendern wir zum nahen Strand. Ein feiner Sandstrand, zwei Kilometer lang und bis zu 50 Meter breit. Im Sommer tobt hier der Bär, jetzt im Oktober die Beachvolleyballer und Frisbee-Freunde. Viele junge Menschen sitzen ausgelassen zusammen. Spätestens hier merkt man, dass Valencia eine Universitätsstadt ist. Rund 60.000 Studenten sind an der Universität Valencia eingeschrieben.

Der Strand von Valencia: Breit, sauber mit vielen Bars und Sport
Der Strand von Valencia: Breit, sauber mit vielen Bars und Sport
© Henry Lübberstedt / stern-online

Nach reichlich Kultur, lässigem Straßenleben, großartiger Gastronomie, Radtouren und Shopping nun auch noch ein perfekter Sandstrand. Mir kommt der Slogan einer deutschen Supermarktkette in den Sinn: Einmal hin, alles drin. Wenn Eltern ihre Teenagerkinder noch einmal zum gemeinsamen Urlaub überreden wollen – mit Valencia könnte es klappen.

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