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100 Jahre Hamburg Airport Hamburgs Tor zum Himmel


Der Hamburg Airport feiert seinen 100. Geburtstag und eine Besonderheit: Er ist der älteste Flughafen, der ununterbrochen und am gleichen Ort in Betrieb ist.

Einhundert Jahre alt zu werden, ist etwas ganz besonderes. Hamburg Airport ist der älteste Flughafen in Deutschland", sagt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport. "Angefangen hat alles mit einer Zeppelinhalle und wenigen hundert Fluggästen." Jetzt gehen täglich über 35.000 Passagiere durch unsere hochmodernen Terminals. Dem Hamburger Flughafen sieht man heute sein Alter nicht an.

Im Gegenteil: Wenn er am 10. Januar 2011 Geburtstag feiert, dürfte er in seiner 100-jährigen Geschichte nie jünger ausgesehen haben. Dafür haben viele Verjüngungskuren gesorgt. Heute gehört der Flughafen zu einem der modernsten der Welt. Ob er jedoch auch der älteste der Welt ist, ist umstritten. Zumindest in Berlin gab es schon 1909 einen Flugplatz. Dennoch gilt: Hamburg Airport ist der älteste, der ununterbrochen und am gleichen Ort in Betrieb ist.

Dabei fing die Geschichte vor hundert Jahren nicht mit Flugzeugen an. Am Anfang standen die damals visionären "Fliegenden Zigarren" des Flugpioniers Ferdinand von Zeppelin, der damit bei den Hamburgern rege Begeisterung auslöste. Am 10. Januar 1911 wurden im Dorf Fuhlsbüttel im Norden der Hansestadt die Hamburger Luftschiffhallen für den Bau eines Landeplatzes gegründet - die Geburtsstunde des Flughafens.

Schaut man heute auf das betonierte Vorfeld, sucht man vergebens nach den riesigen Luftschiffen. Wo einst Zeppeline auf einer sumpfigen Grasfläche parkten, erinnert nur noch ein rot-weißer Mast an die behäbigen Luftgiganten. Stattdessen warten Jets auf ihre Abfertigung. Schon kurz nach der Einweihung machten Flugzeuge den Zeppelinen Konkurrenz.

Von 5100 auf knapp 13 Millionen Passagiere

Nach dem Ersten Weltkrieg war der Flugplatz zerstört. Der Wiederaufbau begann aber schon ein Jahr später, als die Lufthansa-Vorläuferin "Deutsche Luftreederei" den planmäßigen Linienverkehr nach Berlin aufnahm. Saßen die Gäste anfangs noch bei Wind und Wetter mit Brille, Schal und Sturzhelm in offenen Sitzen, gingen nun geschlossene Maschinen an den Start. Der Flughafen entwickelte sich zum wichtigen Verkehrsknoten: 1923 reisten 5100 Passagiere über Hamburg

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Flughafen zum Luftwaffenstützpunkt. Durch die gute Tarnung blieb er unbeschadet und diente der britischen Royal Air Force nach Kriegsende als Landeplatz. 1960 kam mit dem Zeitalter der Düsenflugzeuge die Wende. Fliegen wurde nicht nur schneller und komfortabler, sondern auch günstiger. 1961 wurden erstmals mehr als eine Million Passagiere gezählt. Ein Grund dafür war der Flugtouristik-Boom. Von 1970 an eroberten Großraumjets den Luftraum.

Dennoch nahm der Flugverkehr weiter zu. Darum sollte der Flughafen ins schleswig-holsteinische Kaltenkirchen verlegt werden. Ölkrise, Fluglotsenstreik und heftige Proteste aus der Bevölkerung ließen das ehrgeizige Projekt aber schließlich 1983 scheitern. Von nun an musste der Flughafen durch massiven Ausbau "nach innen wachsen". Zählten die Abfertigungsschalter 1987 noch 5,4 Millionen Passagiere, waren es zehn Jahre später schon rund neun Millionen.

2001 wurde der Flughafen grundlegend umgebaut und etwa durch die Einkaufsmeile Airport Plaza oder neue Parkleitsysteme und Verkehrsanbindungen erweitert. Mit knapp 13 Millionen Passagieren im Jahr ist der Flughafen heute der fünftgrößte in Deutschland, bis 2020 sollen weitere fünf Millionen hinzukommen.

Weitere Infos zum Jubeljahr unter
www.100-jahre-hamburg-airport.de

tib/DPA DPA

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