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Stichwort: Das Oktoberfest

Das Münchner Oktoberfest ist das größte und bekannteste Volksfest der Welt. Gefeiert wurde es erstmals am 12. Oktober 1810, als der angehende König Ludwig I. Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen heiratete.

Das Kronprinzenpaar lud seine Münchner Untertanen zu einem rauschenden Fest, das fünf Tage dauerte. Den Abschluss bildete ein Pferderennen auf einer vor den Stadttoren gelegenen Wiese, die seither Theresienwiese heißt. Im folgenden Jahr wiederholten die Münchner das Spektakel und veranstalteten noch eine Viehschau. 1818 wurde das erste Karussell mit zwei Schaukeln aufgestellt.

Bierzelte erst seit 200 Jahren

Die riesigen Bierzelte wurden erst Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Heute stehen auf der Wiesn 14 große Festzelte mit rund 100.000 Sitzplätzen. Ausgeschenkt wird Festbier mit höherer Stammwürze. Die Maß, also ein Liter Festbier, kostet zwischen 6,65 und 7,10 Euro - das sind gut 30 Cent mehr als 2003. Im vergangenen Jahr tranken 6,3 Millionen Besucher rund 6,1 Millionen Maß Bier und aßen 490.000 Hendl sowie 91 Ochsen.

Wie die Bierzelte haben auch viele Schaustellerbetriebe ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert. Neben Krinoline und Schiffschaukel ist die Enthauptung beim Variete-Theater "Schichtl" eine der ältesten Attraktionen. 185 Schausteller bieten auf dem Oktoberfest 2004 Unterhaltung. Insgesamt drängen sich 591 Betriebe, darunter 74 Gastronomiebetriebe, auf der Theresienwiese am Fuße der Bavaria. Das Festgelände ist diesmal nur 26 statt wie üblich 31 Hektar groß, weil parallel das Zentrale Landwirtschaftsfest stattfindet.

Millioenen Gäste erwartet

Sechs Millionen Gäste werden zur 171. Wiesn erwartet, die bis zum 3. Oktober dauert. Am meisten Gäste, nämlich 7,1 Millionen, strömten 1985 auf das Gelände in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs. Noch heute ist die Wiesn ein vorwiegend bayerisches Fest: Fast drei Viertel der Besucher kommen laut Statistik aus dem Freistaat. (AP)

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