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Betrug: Eklige Masche: Mann schlief umsonst in Hotels - indem er Mäuse hineinschmuggelte

Übernachtungen in Hotels gehen ins Geld. Ein Mann in Utah sparte sich die teuren Raumkosten auf eine besonders eklige Weise: Er schleppte gezielt Nager ein.

Maus

Der Betrüger brachte Mäuse und Hamster mit ins Hotel (Symbolbild)

Angebote für Instagram-Werbung bei unter 1000 Followern, vorgetäuschte Lebensmittelvergiftungen oder mit der Lupe nach einem Fehler suchen: Menschen sind weit zu gehen bereit, um sich die hohen Kosten einer Hotelübernachtung zu sparen. Ein Mann in Utah hat es nun aber auf die Spitze getrieben. Um seine Rechnung nicht zahlen zu müssen, hatte er eine eklige Überraschung im Gepäck - und das nicht nur einmal.

In drei Hotels in Utah habe der 37-jährige Ryan S. selbst mitgebrachte Mäuse und Hamster in Zimmern ausgelassen um so die Kosten zu sparen. Das gestand er gegenüber der Polizei. Demnach habe er sich über den von den Nagern hinterlassenen Köttel beschwert, um sich auf diese Weise um die Raummiete zu drücken.

Mäuse im Gepäck

In zwei der von der Polizei untersuchten Fälle sei das betroffene Hotel seiner Forderung nach einem kostenlosen Zimmer wegen der Nagetierplage nachgekommen, berichten die Beamten dem Lokalsender "KUTV". Sie vermuten: "Das passierte sehr wahrscheinlich noch in deutlich mehr Hotels." Tatsächlich hat sich einige Zeit nach dem ersten Artikel ein Manager eines Hotels in der Nähe bei dem TV-Sender gemeldet, der ebenfalls von S. übers Ohr gehauen worden sein will.

Für die betroffenen Hotels hatte die Masche ernste Konsequenzen. Sie blieben nicht nur auf der geprellten Raummiete sitzen, sondern mussten noch hohe Zusatzkosten tragen: Wenn ein Gast eine Verunreinigung durch Tiere und deren Kot meldet, sind Hotels in Utah verpflichtet, einen Kammerjäger einzubestellen, um der Plage Herr zu werden.

Nun droht dem aus Salt Lake City stammenden S. eine Haftstrafe. Ihm werden zwei Fälle von Diebstahl durch Täuschung sowie drei Fälle von kriminellem Unfug vorgeworfen. Im schlimmsten Fall bedeutet das sechs Monate Haft. Der vierte Fall ist in den Anklagen noch nicht berücksichtigt.

Collage: Frau mit falschem Schwangerschaftsbauch

Betrug im Urlaub kommt immer wieder vor

Immer wieder versuchen Gäste, sich kostenlose Übernachtungen in Hotels zu erschleichen. Auf Mallorca waren es etwa vor allem britische Urlauber, die sich mit vorgeblichen Lebensmittelvergiftungen am Buffet vor der Rechnung drücken wollten. Der Schaden durch die Masche wurde nur für die Baleareninsel in den Jahren zwischen 2013 und 2017 auf 50 Millionen Euro geschätzt. Auch dort gab es Verhaftungen.

Besonders dreist hatten sich 2017 zwei Touristen aus Liverpool aufgeführt. Weil sie mit schweren Magen-Darm-Krankheiten im Hotelbett gelegen haben wollen, versuchten sie, die Hotelkosten wieder einzuklagen. Doch das ging nach hinten los: Das Hotel konnte nachweisen, dass sich die beiden nicht nur im Bett aufhielten - sondern sich gleich mehrmals täglich an der Hotelbar betankt hatten.

Quelle: KUTV

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