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Fjorde: Zeugen der Eiszeit

Die norwegischen Fjorde gehören zu den spektakulärsten geologischen Formationen der Erde. Geschaffen wurden sie während der letzten Eiszeit.

Fjord (altnorwegisch Fjörthr), ein tiefer, enger Meeresarm oder eine Bucht mit U-förmigem Querprofil, die sich zwischen steilen Felswänden weit ins Landesinnere erstreckt. Die Hauptarme verzweigen sich in verschiedene Nebenarme. Fjorde sind in der Regel nahe der Mündung flach und im Landesinneren tief.Fjorde entstanden während der Eiszeiten durch die erodierende Wirkung von Gletschern, die von einem nahen Hochgebirge ausgehend tiefe Rinnen in die Küstenregionen schnitten. Durch das spätere Ansteigen des Meeresspiegels in Warmzeiten füllten sich diese Rinnen mit Wasser. Viele Fjorde entstanden aus ehemaligen Flussmündungen, die durch Gletscher vertieft wurden. Typisch für Fjorde sind Hängetäler, die heute oft mit Wasserfällen in den Fjord münden.

Die meisten Fjorde der Welt befinden sich in der Küstenregion Norwegens. Der Sognefjord, Norwegens längster Fjord, erstreckt sich etwa 204 Kilometer ins Landesinnere und erreicht eine maximale Tiefe von mehr als 1 308 Metern. Fjorde gibt es auch entlang der Küsten von British Columbia, Alaska, Island, Grönland, Nova Scotia, Maine, Südargentinien und Neuseeland. Der längste Fjord der Welt ist der Admiralty Inlet an der Nordwestküste von Baffin Island, der an seiner Mündung etwa 32 Kilometer breit ist. Er hat eine Länge von etwa 270 Kilometern und wird im Landesinneren zunehmend schmäler. Meeresarme, die an der Küste Großbritanniens als Sea Lochs oder Firths bezeichnet werden, sind den Fjorden ähnlich.

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