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Streit im Ferienflieger: Als ein Passagier eine Sexpuppe aufbläst, ergreift der Pilot eine ungewöhnliche Maßnahme

Fehlstart in die Ferien: Auf einem Flug von Nordirland nach Ibiza eskaliert ein Streit an Bord derart, dass die Crew des Billigfliegers einen alkoholisierten Fluggast von Bord holen lässt.

Der Zwischenfall mit einem renitenten Passagier und einer Sexpuppe ereignete sich an Bord des Billigfliegers Jet2.com.

Der Zwischenfall mit einem renitenten Passagier und einer Sexpuppe ereignete sich an Bord des Billigfliegers Jet2.com.

Getty Images

Wie erst jetzt bekannt wurde, musste ein Ferienflieger auf dem Weg von Nordirland nach eine außerplanmäßige Landung in Toulouse einlegen. Die Boeing 737-300 der Fluggesellschaft Jet2Holidays sollte eigentlich am vergangenen Freitag um 15.25 Uhr in Belfast starten. Aber schon der Abflug verzögerte sich.

Denn als letzte Passagiere kam eine Männergruppe an Bord, bei der es sich nach Angaben des "Belfast Telegraph" um eine Junggesellenabschiedstruppe handelte. "Der Kapitän stellte sich vor und sprach eine ernsthafte Warnung aus, dass nur an Bord gekaufter Alkohol und kein zollfreier Alkohol konsumiert werden könne."

Das war kein gutes Omen für einen in die Ferien. Mit fast einer halben Stunde Verspätung hob die Maschine ab. Doch schon bald verschlechterte sich die Stimmung an Bord. Einige der Fluggäste wurden laut und aggressiv, nachdem ihnen die Crew keine alkoholischen Getränke mehr servieren wollte.

Verbale Angriff auf Flugbegleiter

Die Flugbegleiter mussten sich nicht nur obszöne Sprüche anhören. Ein Mann blies während des Fluges auch noch eine Sexpuppe auf, in Gegenwart von kleinen Kindern, zitiert das Portal "Airlive.net" einen twitternden Passagier.

Schließlich wurde es der Besatzung mit dem Angetrunkenen zu bunt. "Nach Beratungen mit dem Kapitän mussten wir die ungewöhnliche Entscheidung treffen, das Flugzeug umzuleiten, da die Situation an Bord eskalierte und er nur mit Hilfe der Polizei in  das Flugzeug verlassen würde", wird ein Pressesprecher der Airline in einem Beitrag der "BBC" zitiert. 

Die Boeing 737-300 von Jet2.com legte wegen eines randalierenden Passagiers am 8. Juni auf dem Weg von Belfast nach Ibiza eine außerplanmäßige Landung in Toulouse ein.

Die Boeing 737-300 von Jet2.com legte wegen eines randalierenden Passagiers am 8. Juni auf dem Weg von Belfast nach Ibiza eine außerplanmäßige Landung in Toulouse ein.

Bereits über Frankreich setzte die Boeing 737 zum Sinkflug an und landete auf dem Flughafen von Toulouse, wo der der Störenfried von Sicherheitskräften in Empfang genommen wurde. Er erhält ein lebenslanges Flugverbot für alle Maschinen des britischen Billigfliegers Jet2.com.

Pilot spricht weitere Warnung aus

Noch vor dem Weiterflug nach Ibiza machte der Kapitän erneut eine Ansage. Sollten weitere Passagiere ein "störendes Verhalten" an den Tag legen, werde er in Barcelona eine zusätzliche Zwischenlandung einlegen.

Seine Androhung, dass sich dadurch die Flugreise noch weiter verzögern könnte, hatte anscheinend Erfolg. Der Jet flog nach Ibiza weiter, ohne dass ein weiteres Mal Passagiere von Bord geholt werden mussten.

Mit mehrstündiger Verspätung erreichte der Flug mit dem Kürzel LS397 schließlich Ibiza - mehr als doppelt so lange wie ursprünglich geplant. "Alle Babys und Kinder im Flugzeug waren sehr unruhig", sagte Passagierin dem " Telegraph". Sechs Stunden dauerte die Reise am Ende. Dabei hätte es ein dreistündiger Flug sein sollen.

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