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Buenos Aires: Pilot fliegt in den Ruhestand - doch dann kollidiert er mit einem Löschfahrzeug

Es war sein letzter Flug vor dem Ruhestand: Ein Pilot wurde in Buenos Aires nach der Landung mit Wasserfontänen der Flughafenfeuerwehr begrüßt. Doch dann passierte dem Flugkapitän ein folgenschweres Missgeschick.

Es war gut gemeint, doch ging komplett daneben: Als ein Airbus A430-300 der Fluggesellschaft Aerolíneas Argentinas nach einem Nachtflug aus Madrid am Montag in Buenos Aires gelandet war, rollte der vierstrahlige Jet nicht einfach zum Gate. Weil im Cockpit ein Flugkapitän saß, der anschließend in seinen wohlverdienten Ruhestand antreten sollte, wurde er mit einer Sonderformation der Flughafenfeuerwehr begrüßt.

Gegen 7 Uhr morgens war es noch dunkel, als das Langstreckenflugzeug mit eigener Kraft von der Piste in Richtung Flughafenterminal rollte. Um den Piloten zu ehren, hatten sich links und rechts auf dem Vorfeld zwei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr positioniert, die ihre Wasserkanonen in die Luft richten: Aus vollen Rohren spritzen sie eine fast halbkreisförmige Wasserfontäne, unter deren Gischt die Maschine hindurchrollte.

"In der Luftfahrtbranche gibt es eine Tradition: Die Kommandanten, die aus dem aktiven Beruf ausscheiden, werden beim letzten Flug mit einer Art 'Wasserbrücke' geehrt", schreibt die Website "infobae.com" der argentinische Wirtschaftszeitung "Buenos Aires Económico".

Doch dann passierte es: Als der Jet zu einer Kurve ansetzte, streifte das Ende vom linken Flügel das eine Feuerwehrfahrzeug. In einem Video,das auch auf Youtube hochgeladen wurde, ist deutlich der Ruck zusehen, der im Moment der Kollision durch das Flugzeug geht und wie die hintere Wasserstrahl umgelenkt wird.

Zwar schaffte es der Airbus mit der Registrierung LV-FPU bis zum Gate des Ezeiza-Airports, aber dann wurde das ganze Ausmaß des Schadens sichtbar, den der Zusammenprall verursacht hatte: Am Winglet, dem leicht hochgebogenem Ende der Flügelspitze, wurde ein Teil abgerissen. Das 22 Jahre alte Flugzeug musste vorübergehend aus dem Verkehr gezogen und repariert werden.

Nach Angaben von flightradar24.com ist der Jet inzwischen wieder flugfähig und auf dem Weg nach Madrid. Für den Piloten war es ein bitteres Ende seines Berufslebens. Denn jetzt untersucht die Junta de Investigaciones de Accidentes de Aviación Civil (JIACC), die argentinische Behörde für Flugunfalluntersuchung, den Zwischenfall.

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