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Klimawandel Schneesturm im Paradies: Hawaii erwartet bis zu 30 Zentimeter Neuschnee

Auf dem Maunu Kea, dem höchsten Berg der Inselgruppe, ist Schnee an sich nicht ungewöhnlich
Auf dem Maunu Kea, dem höchsten Berg der Inselgruppe, ist Schnee an sich nicht ungewöhnlich
© Sakkawokkie / Getty Images
Sonne, Sommer, Surfen - das verbinden die meisten mit dem Inselparadies Hawaii. Aktuell ist es dort aber eher ungemütlich: Der US-Wetterdienst warnt vor einem Schneesturm.

Wohl kaum ein Ort auf der Welt steht so sehr für den endlosen Sommer wie Hawaii. Die etwa 3500 Kilometer vom US-Festland entfernt im Pazifik gelegene Inselgruppe ist stets sattgrün, selbst im Winter fällt das Thermometer selten unter 20 Grad. Aktuell ist das anders: Bis Montagmorgen (Ortszeit) herrscht offiziell Blizzard-Alarm!

Das geht aus einer Warnung des Nationalen Wetterdienstes der USA hervor. Demnach soll die Big Island genannte Hauptinsel in dieser Zeit von einem sogenannten Kona Low getroffen werden. Diese saisonalen Zyklone treffen die Inseln in der Wintersaison regelmässig und bringen extreme Wetterbedingungen mit Starkregen und Kälteeinbrüchen. In den nächsten Tagen werden besonders harsche Bedingungen erwartet: Bis zu 200 Kilometer die Stunde sollen die Winde toben, man erwarte bis zu 30 Zentimeter Neuschnee, warnt der Wetterdienst. Diese Extrembedingungen betreffen allerdings vor allem die bergigen Regionen der Insel.

Gefährliche Stürme

Entsprechend klar fallen die Warnungen aus: Die Bevölkerung solle zu Hause bleiben und höchstens in Notfällen das Haus verlassen. "Falls Sie unterwegs sein müssen, nehmen Sie ein Winter-Notfallkit mit. Falls Sie liegenbleiben, bleiben Sie bei Ihrem Wagen", warnt die Behörde. "Fortbewegung wird sehr schwierig werden. Es ist zu erwarten, dass Schneeverwehungen die Sicht zeitweise auf nahezu Null senken werden."

Obwohl die Durchschnittstemperaturen es nicht erahnen lassen, ist Schnee auf Hawaii weniger unüblich, als man das erwarten würde. Die höchsten Berge der Insel erreichen über 4000 Meter Höhe, hier fällt fast jeden Winter Schnee. 

Auch das Phänomen der Kon-Stürme ist auf den Inseln leidig bekannt. Auch wenn es durchaus Winter ohne das Wetterphänomen gibt, müssen sich die Insulaner in der Regel auf ein bis zwei der Stürme pro Jahr einstellen. Die Folgen sind teils schwerwiegend. Beim stärksten gemessenen Sturm 1980 entstanden über drei Tage Schäden von fast 100 Millionen Dollar (heutiger Wert). Als Präsident Barack Obama die Inselgruppe 2008 besuchte, zerstörte ein Blitz die gesamte Strom-Versorgung der Insel Oahu.

Quelle:  US-Wetterdienst

mma

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