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Hitzewelle: US-Airline muss Flüge in Arizona streichen – es ist einfach zu heiß

Mehr als 40 Flüge musste die Fluglinie American Airlines absagen - die Temperaturen kletterten auf fast 50 Grad Celsius. Da machen nicht nur Menschen, sondern auch bestimmte Flugzeugtypen schlapp.

Hitzewelle in den USA - Ein Flugzeug fliegt vor der untergehenden Sonne

Enorme Hitzewelle im Südwesten der USA hat für eine Vielzahl gestrichener Flüge gesorgt

Wenn hierzulande Flüge ausfallen, sind gefühlt fast immer Streiks Schuld. Doch auch das Wetter kann ein Grund sein, wenn etwa Gewitter über die Flughäfen fegen oder Schneestürme die Sicht behindern. Dass es aber zu heiß zum Abheben ist, kennen Passagiere an deutschen Flughäfen nicht. Anders ist die Situation gerade in Phoenix, der Hauptstadt vom Bundesstaat Arizona im Südwesten der USA.

Eine Hitzewelle mit rekordverdächtigen Temperaturen hat dafür gesorgt, dass die Fluglinie American Airlines am Sky Harbor International Airport 43 Flüge streichen musste, wie "USA Today" berichtete. Das Thermometer zeige schweißtreibende 120 Grad Fahrenheit an, das sind umgerechnet knapp 49 Grad Celsius.

Hitzewelle trifft nicht alle Maschinen

Wer die Stadt aber in Richtung kälterer Gebiete verlassen wollte, hatte gute Karten: Die ausgefallenen Maschinen waren Kurzstreckenflieger. Sie gehören zum Typ Bombardier CRJ, die eine maximale Betriebstemperatur von 118 Grad Fahrenheit erlauben.

Die enorme Hitze beeinflusst außerdem den benötigten Auftrieb beim Abheben der Flieger. Da warme Luft eine niedrigere Dichte als kalte Luft hat, braucht ein Flugzeug bei heißen Temperaturen eine höhere Geschwindigkeit um in die Luft zu kommen. Und um schneller zu werden, wird eine längere Startbahn benötigt - die ist aber nicht überall vorhanden.

Größere Flugzeuge wie die Maschinen von Airbus oder Boeing halten solch hohe Temperaturen etwas länger aus und konnten deswegen ihren Betrieb fortsetzen. Auch in den nächsten Tagen rechnet der Flughafen mit weiteren Ausfällen, für Mittwoch sind ähnlich hohe Temperaturen vorhergesagt. Betroffene Fluggäste könnten ihre Flüge kostenlos umbuchen oder ihr Geld zurückverlangen, hieß es.

jnp

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