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Kein Mechaniker am Flughafen: Passagier repariert defekte Boeing 737 vor Start

Eine Boeing 737 hat ein defektes Ventil und kann deshalb nicht starten. Plötzlich meldet sich ein Passagier bei der Crew - eine halbe Stunde später hebt die Maschine ab.

Von Christoph Fröhlich

Glück im Unglück: Weil eine Boeing 737 vor dem Start defekt war, reparierte ein Passagier kurzerhand die Maschine.

Glück im Unglück: Weil eine Boeing 737 vor dem Start defekt war, reparierte ein Passagier kurzerhand die Maschine.

Der Isländer David Aron Gudnason genoss mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern den Sommer in Spanien. Am Abend des letzten Urlaubstags sollte der Rückflug von der spanischen Hafenstadt Alicante in die isländische Hauptstadt Reykjavik starten, die Flugzeit beträgt etwa zehneinhalb Stunden. Das Gepäck war schon verstaut, als der Pilot eine schlechte Nachricht überbrachte: Die Boing 737 der dänischen Fluggesellschaft Primera Air, die die Familie und die anderen knapp 180 Mitreisenden nach Hause bringen sollte, war defekt.

Und schlimmer noch: Ein Mechaniker war auch nicht vor Ort, wie die die isländische Zeitung "Visir" in ihrer Online-Ausgabe berichtet. Der Reisegruppe bliebe deshalb nichts anderes übrig, als noch eine weitere Nacht im Hotel zu verbringen und mit einem späteren Flug nach Reykjavik zurückzufliegen, erklärte die Airline.

"Das ist relativ einfach zu flicken"

Doch Gudnason wollte schnellstmöglich nach Hause, deshalb meldete er sich bei den Angestellten der Fluggesellschaft, denn er ist selbst Flugzeugmechaniker bei einer isländischen Airline. Nach einer kurzen Besprechung durfte er mit dem Cheftechniker der Fluglinie telefonieren, der ihm mitteilte, dass ein Starter-Ventil in der Boeing kaputt sei. Eine Kleinigkeit für den gelernten Mechaniker: "Das ist relativ einfach zu flicken", sagte der Familienvater später stolz gegenüber der Zeitung "Visir". "Die Reparatur dauerte nur knapp dreißig Minuten."

Die Piloten testeten die Maschine daraufhin, nach Rücksprache mit den Technikern der Zentrale sei "alles in Ordnung" gewesen. Vor dem Start der Maschine erzählte die Crew den anderen Passagieren von Gudnasons spontanem Einsatz. Daraufhin gab es einen großen Applaus - und der Flieger erreichte Reykjavik mit nur einer Stunde Verspätung.

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