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Bagan: Touristen drehen Porno auf heiliger Tempelanlage in Myanmar – Video im Internet veröffentlicht

Ein Touristen-Paar hat in einer Tempelanlage in Myanmar ein Sex-Video gedreht und damit für Empörung gesorgt.

Eine Frau fotografiert eine Tempelanlage in Myanmar

"Unsere Pagoden von Bagan sind für uns das Heilige Land", beschrieb ein Facebook-Nutzer die Bedeutung der religiösen Stätte in Myanmar (Symbolfoto)

Getty Images

Der Pornodreh eines Touristenpaares an einer berühmten heiligen Stätte in Bagan sorgt in Myanmar für große Empörung. In dem zwölfminütigen Film sind die 23-Jährigen in der historischen Königsstadt Bagan beim Geschlechtsverkehr zu sehen.

Die bei Touristen beliebte Weltkulturerbestätte ist für seine tausenden buddhistischen Pagoden bekannt. Online gestellt wurde das Video von einem Pärchen mit dem Namen "YeeesYeesYees". Das nach eigenen Angaben aus Italien stammende Paar hatte das Video selbst auf einer Porno-Plattform veröffentlicht. Nun tauchte das Video in den sozialen Netzwerken des südostasiatischen Landes auf und wurde dort scharf kritisiert.

Religionsbeleidigung in Myanmar strafbar

"Ich bin nicht prüde", schrieb ein Nutzer, "aber das ist falsch." Andere bezeichneten das Video als "beleidigend" und forderten eine Haftstrafe für das Paar. "Unsere Pagoden von Bagan sind für uns das Heilige Land", beschrieb ein Facebook-Nutzer die Bedeutung der religiösen Stätte. Bis Freitagnachmittag wurde der Film mehr als 286.000 Mal aufgerufen. Er erntete doppelt so viele Missbilligungsbekundungen wie Likes.

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Der Leiter des Reiseveranstalters New Fantastic Asia, Tun Tun Naing, kritisierte "nachlässige" Sicherheitsvorkehrungen in Bagan. Der Vorsitzende des Reiseverbands in Mandalay, Myo Yee, erklärte, der Fall sei eine weitere schlechte Nachricht für die Tourismusindustrie des Landes, die ohnehin schon unter der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China leide.

Das Welterbekomitee der Unesco hatte Bagan mit seinen mehr als 2000 Tempeln im vergangenen Jahr zum Welterbe erklärt. Im mehrheitlich buddhistischen Myanmar gelten strenge Gesetze gegen Religionsbeleidigung. 2015 wurde ein Barbesitzer aus Neuseeland in Myanmar zu zehn Monaten Zwangsarbeit im Gefängnis verurteilt, weil er zu Werbezwecken ein Foto von Buddha verwendet hatte, auf dem der Religionsstifter Kopfhörer trägt.

km / AFP / DPA

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