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Unesco-Weltkulturerbe Myanmar: Wiederaufbau von Bagan-Tempeln nach Beben fast abgeschlossen

Die Ruinen der Stupas von Bagan
Die knapp 400 Pagoden von Bagan in Myanmar stehen seit uli 2019 auf der Weltkulturerbeliste der Unesco
© Till Bartels
Vor vier Jahren war die Tempelanlage Bagan in Myanmar bei einem heftigen Erdbeben stark beschädigt worden - jetzt erstrahlen die Pagoden schon fast wieder in altem Glanz. Seit vergangenem Jahr gehören die Bauwerke zum Weltkulturerbe der Unesco.

Mit einer Ausdehnung von 40 Quadratkilometern gehört Bagan zu den größten Kulturdenkmälern der Erde: Aus der Ebene am Flussufer des Irrawaddy in Myanmar ragen unzählige Stupas und Pagoden in den Himmel, die ab dem 11. Jahrhundert in einer Dichte errichtet worden sind wie sonst nirgendwo in Asien.

Die archäologische Stätte zieht mittlerweile jährlich Hunderttausende Urlauber aus aller Welt in die Region. Myanmar - früher Birma oder Burma genannt - hatte sich erst vor wenigen Jahren dem Tourismus geöffnet, nachdem das Land Jahrzehnte lang abgeschottet war.

Nur sieben der 389 Pagoden, die bei dem Erdbeben der Stärke 6,8 im August 2016 zu Schaden gekommen waren, müssten noch restauriert werden, teilte das örtliche Ministerium für religiöse Angelegenheiten und Kultur jetzt mit.

Mit Unterstützung der deutschen Regierung und deutscher Experten wurde die Unesco-geschützte alte Königsstadt in dem südostasiatischen Land wieder aufgebaut. Eine davon ist der Nanpaya-Tempel, ein Bauwerk aus dem 11. Jahrhundert mit einer fragilen Sandsteinfassade.

Vor vier Jahren war die weltbekannte Tempelanlage Bagan in Myanmar bei einem heftigen Erdbeben stark beschädigt
Vor vier Jahren war die weltbekannte Tempelanlage Bagan in Myanmar bei einem heftigen Erdbeben stark beschädigt
© Hein Htet/EPA / DPA

Ständige Gefahr durch weitere Erdbeben

Der deutsche Konservierungsexperte Hans Leisen und seine Frau Esther von Plehwe-Leisen arbeiten derzeit noch mit einem Team an der Instandsetzung, unter Förderung des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amts.

"Der Erhaltungszustand der Sandsteindekoration ist extrem schlecht, große Teile sind auseinander gefallen", sagte Leisen. Trotz der Fortschritte bei der Restaurierung der meisten Pagoden sei das Projekt Nanpaya noch in der Konservierungsphase.

Trotz aller Bemühungen sei Bagan zudem ständig in Gefahr, warnte der Experte: "Bagan liegt in einer der seismisch aktivsten Zonen der Welt. Es besteht das ständige Risiko von Erdbeben." Ingenieure versuchten, Lösungen zu finden - vor allem, um die Strukturen und die Türme der Pagoden zu schützen.

Klicken Sie sich auch durch die Fotostrecken:

- Durch Myanmar Teil I: Flug ins Reich der Pagoden

- Durch Myanmar Teil II: "Ein Land, das anders ist als alle anderen, die du kennst"

tib mit DPA

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