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Durch Myanmar Teil I: Flug ins Reich der Pagoden

Über fünf Jahrzehnte war Myanmar ein abgeschottetes Reich. Durch den politischen Machtwechsel herrscht Aufbruchstimmung und immer mehr Touristen entdecken das Land. Im 1. Teil der Myanmar-Reise zeigen wir Bilder aus Rangun und der Tempelstadt Bagan.

Bodhibaum der Shwedagon-Pagode in Yangon

Unter dem Baum der Erleuchtung

Auf einem 50 Meter hohen Hügel nördlich des Stadtzentrums von Yangon thront die Anlage der Shwedagon-Pagode, die Seele der Stadt. An diesem spirituellen Zentrum des Landes spüren Besucher sofort, wie tief das Land mit dem Buddhismus verbunden ist und der Glaube von allen Generationen gelebt wird. Im Bild ein symbolträchtiger Bodhibaum, unter dem Buddha erleuchtet wurde.

Nur 9500 Besucher aus Deutschland verzeichnete Myanmar im Jahre 2010. Doch seitdem hat sich das Land gewandelt. Im vergangenen Jahr waren es schon 45.000 oder in Summe 3,5 Millionen internationale Gäste, die ins Land kamen. Durch den Demokratisierungsprozess mit dem gewählten Staatsoberhaupt Htin Kyaw, einem Vertrauten der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Ky, boomt der Tourismus. Reisen nach Myanmar stehen nun nicht mehr in dem Verdacht, politisch anrüchig zu sein.

Die Voraussetzungen für Reisen nach Myanmar haben sich inzwischen zum Positiven entwickelt. Gab es noch vor drei Jahren nur wenige Hotels und die Preise waren auf Höchstniveau, hat sich das Angebot durch ausländische Ketten, die in Myanmar investiert haben, enorm verbessert. Auch die Preise sind moderater.

Bei den Inlandsflügen haben sich die Anzahl der Airlines und der Flugrouten sowie die Sicherheitsstandards erhöht. Ungefähr zehn Fluglinien verbinden die wichtigsten Orte im Land.

Wer heute Myanmar besucht, den erwartet ein Land im Wandel und ein authentisches Asien, das stark vom Buddhismus geprägt ist. Bei Fahrten durchs Land sind in der ehemaligen Militärdiktatur kaum Soldaten präsent. Dennoch sollten bei Abstechern in die entlegenen Provinzen wie Kachin State und den nördlichen Chan die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes beachtet werden, denn es kommt gerade in den nördlichen Grenzregionen immer noch zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und Regierungstruppen.

Doch die touristischen Highlights wie Yangon, Bagan und den Inlesee lassen sich problemlos bereisen. Auch sollte man wissen, dass die Regenzeit von Ende Mai bis Mitte Oktober herrscht. Daher sind die Wintermonate für einen Besuch zu bevorzugen.

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Durch Myanmar Teil II: "Ein Land, das anders ist als alle anderen, die du kennst"
Landstraße mit altem Lastwagen, der eine Panne hat

On the Road to Mandalay

Außerhalb der Großstädte herrscht bei Fahrten durchs Land selten dichter Verkehr. Doch zwischen den Dörfer verkehren häufig noch Ochsenkarren. Oder ein alter Lastwagen hat eine Panne. Dann heißt es abwarten, hoffen und beten.

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