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New York Wheel Kein Superlativ für New York: Die Stadt begräbt ihre Pläne für die neueste Touristenattraktion

Ursprünglich sollte es sich bereits ab  dem Jahr 2015 drehen: das größte Riesenrad der Welt auf Staten Island. Doch aus dem Superlativ auf dem Insel-Stadtteil vor Manhattan wird nichts. Die Begründung für die Absage klingt skurril.

Was für Berlin der neue Flughafen BER ist, scheint für New York City das Riesenrad auf Staten Island zu sein: Beide Großprojekte verzögern sich immer wieder. Doch jetzt sind die Pläne zur Errichtung des größten Riesenrads der Welt in New York endgültig geplatzt.

"Nach Jahren der Planung teilen die Entwickler des New York Wheel mit großer Enttäuschung mit, dass der Traum, eine Weltklasse-Attraktion in Staten Island zu bauen, sich leider nicht erfüllen wird", heißt es in einer Erklärung vom Dienstag.

Zerstrittene Investoren

Das Riesenrad sollte mit rund 190 Metern das höchste der Welt werden. Es hatte sich ursprünglich schon 2015, nach Verzögerung ab April 2018 im New Yorker Stadtteil Staten Island drehen sollen - mit Panoramablick über den Hafen, die Freiheitsstatue und die Skyline von Manhattan. 

Einen konkreten Grund für die Aufgabe der Pläne nannten die Entwickler zunächst nicht. Zuletzt waren die Kosten des Projekts jedoch immer weiter angestiegen, der Bau hatte sich verzögert und war wegen eines Gerichtsstreits zwischen verschiedenen Investoren schließlich ganz aufgehalten worden.

Mit dem Bauprojekt wollten die Entwickler den vorstädtischen und ruhigsten der fünf New Yorker Stadtteile aufwerten. Bis heute nehmen viele Touristen zwar die kostenlose Fähre nach Staten Island, um den Ausblick auf Bucht, Freiheitsstatue und Skyline der Metropole zu genießen, fahren dann aber meist umgehend zurück nach Manhattan. 

Das New York Wheel sollte jährlich drei Millionen Besucher ans Nordufer locken. Ein Einkaufszentrum neben der Riesenrad-Baustelle soll aber trotzdem noch in diesem Jahr öffnen. 

tib DPA

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