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Ein Autor ist empört: Zoff im Flugzeug: Diskussion über Tausch des Sitzplatzes spaltet Reisende in zwei Lager

Auf Twitter erhitzen sich wegen eines Tweets die Gemüter: Ein Autor beschwert sich, weil ein anderer Passagier seinen Platz nicht tauschen wollte. Und die Diskussion beginnt ...

Frau im Flugzeug

Ein Tweet sorgte auf Twitter für Diskussionen: Wer tauscht seinen Platz im Flugzeug – und wer fragt danach?

Unsplash

Für viele Reisende ist es eine wichtige Frage: Wo sitze ich im Flugzeug? Und sitze ich neben dem oder den Menschen, die mich begleiten? Heute stellt sich die Frage öfter denn je, denn viele Airlines, vor allem im Billigpreis-Segment, lassen die Passagiere für die Auswahl ihres Wunschsitzplatzes zahlen. Wer nicht den Geldbeutel noch einmal öffnen möchte, muss sich überraschen lassen, wo und neben wem er sitzt. Für manche gibt's, wenn die Sitzplatzlotterie nicht erfolgreich war, noch einen Hoffnungsschimmer: Vielleicht möchte ja jemand mit mir den Sitzplatz tauschen, damit ich doch neben meinem Partner sitzen kann ...

Diese Hoffnung hatte auch der australische Journalist und Autor Daniel Brettig, dessen Wunsch jedoch abgelehnt wurde. Weshalb er sich auf Twitter über den Fluggast beschwerte, der seinen Fensterplatz behalten wollte. Das Verhalten des Passagiers fand Daniel unangemessen. Er bezeichnet ihn als "Boomer", ordnete ihn damit also der Baby-Boomer-Generation zu, und erkennt darin gleich einen Generationenkonflikt. Denn Daniel selbst ist ein Millennial. 

Die Reaktionen auf den Tweet sind nicht nur zahlreich, sondern auch ziemlich unterschiedlich. Viele Kommentatoren stört, dass Daniel von einer ungünstigen Situation gleich auf das Verhalten einer ganzen Generation schließe. 

Ein anderer zieht Brettigs Generation durch den Kakao, indem er schreibt: "Baby-Boomer arbeitete Jahrzehnte, bevor er sich in einer moderne Villa niederließ - Millennial wollte sie sofort! Baby-Boomer arbeitete Jahrzehnte, bevor er sein Traumauto kaufte - Millennial wollte es sofort! Baby-Boomer arbeitet seit Jahrzehnten für den Urlaubsflug mit Fenstersitz - Millennial wollte ihn sofort!" 

Indirekt wird dem Autoren auch Unverschämtheit vorgeworfen: "Ich habe jemand anderen gebeten, sein Recht auf das, wofür er bezahlt hatte, aufzugeben. Als er sich weigerte, machte mich das wütend!"

Brettig selbst startete nach den vielen Reaktionen unter dem Tweet eine Umfrage: "Ich sehe, dass das hier polarisiert. Nachdem ich mehrmals glücklich Sitze getauscht hatte, überrascht mich das. Also nehme ich an, wir sollten abstimmen. Danach zu fragen, die Plätze zu tauschen, wenn man getrennt von seinem Partner sitzt, ist ..."

 64% der User finden, dass es angemessen ist, nach einem Platztausch zu fragen. 36% meinen, dass die Frage eher nicht in Ordnung ist. Doch die Diskussion über den Tausch von Sitzplätzen in Flugzeugen war damit noch nicht beendet – sie spaltet die Reisenden ganz offensichtlich in zwei Lager.

Quelle: Twitter-Account von Daniel Brettig 

fis
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