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Familie entsetzt Flug überbucht: Easyjet will Dreijährige nicht mitnehmen

Ein kleines Mädchen schiebt einen Koffer durch einen Flughafen (Symbolbild)
Ein kleines Mädchen schiebt einen Koffer durch einen Flughafen (Symbolbild)
© Rolf Vennenbernd / DPA
Weil die Airline mehr Tickets verkauft hatte, als Plätze im Flieger zur Verfügung standen, wurde das Mädchen per Zufallsprinzip zum Zurückbleiben ausgesucht. Die Familie erfuhr bei der Gepäckaufgabe davon. Easyjet entschuldigte sich dafür.

Diesen Urlaub dürfte eine Familie aus dem englischen Chester so schnell nicht vergessen. Weil ihr Flug überbucht war, teilte ihnen die Airline Easyjet am Flughafen von Palma de Mallorca mit, dass ihre dreijährige Tochter wohl dableiben müsse. Das berichtete die Zeitung "The Independent".

Die meisten Airlines überbuchen ihre Flüge

Flüge zu überbuchen ist bei den meisten Airlines gang und gäbe: In der Regel verkaufen sie mehr Tickets für einen Flug als Sitzplätze in der Maschine vorhanden sind, weil regelmäßig Passagiere nicht auftauchen. Doch nicht immer geht diese Strategie auf. Dann müssen die Fluggesellschaften Freiwillige finden, die zurückbleiben – oft erhalten diese dafür eine finanzielle Entschädigung.

Findet sich jedoch niemand, wird nach dem Zufallsprinzip jemand ausgesucht. In diesem Fall traf es die Dreijährige – obwohl Kinder und gebrechliche Personen eigentlich ausgenommen sind. Wer wie die englische Familie erst am Flughafen eincheckt, hat ein größeres Risiko, ausgewählt zu werden.

Easyjet räumt Panne ein

Auf Nachfrage teilte Easyjet nun mit, dass es sich bei der Auswahl des Mädchens um eine Panne des automatischen Auswahlsystems gehandelt habe. Das fiel den Mitarbeitern in Palma dann auch auf: "Der Check-in-Manager hat das dann geändert, so dass es mein Mann war, der auf dem überbuchten Ticket war", sagte die Mutter dem "Independent"-Bericht  zufolge. Schließlich habe doch noch die ganze Familie an Bord gehen dürfen.

Easyjet will nun prüfen, warum der Familie bei der Gepäckaufgabe nicht erklärt wurde, dass zuerst am Gate nach Freiwilligen gesucht wird, bevor jemand zum Dableiben gezwungen wird. Die Fluggesellschaft riet dazu, immer vor der Fahrt zum Flughafen einzuchecken.

DPA

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