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BBC-Reporter an Bord: War es der Clown? Gala-Dinner auf Kreuzfahrtschiff eskaliert zu Massenschlägerei

Ein Gala-Dinner ist auf dem Kreuzfahrtschiff "Britannia" zu einer wüsten Massenschlägerei eskaliert. In einem Restaurant an Bord flogen Möbel und Teller. Auslöser war offenbar ein als Clown verkleideter Urlauber.

Die "Britannia" gehört der britischen Reederei P&O Cruises und hat Platz für mehr als 3.500 Passagiere

Der letzte Abend an Bord der "Britannia" endete am frühen Freitagmorgen in einer wilden Massenschlägerei. Offenbar war beim Gala-Dinner ein Mann im Clowns-Kostüm aufgetaucht. (Symbolbild)

Picture Alliance

Auf der Heimreise von einer einwöchigen Schiffsreise sind einigen Passagieren in der Nacht auf Freitag auf einem Kreuzfahrtschiff offenbar die Sicherungen durchgebrannt. TV-Reporter Richard Gaisford, zufällig an Bord der "Britannia", berichtete der BBC von von einer wüsten Massenschlägerei. Offenbar ausgelöst durch einen als Clown verkleideten Passagier.

Stress mit dem Clown eskaliert, Reederei dementiert

Das Schiff der britischen Reederei P&O Cruises war nach einer Kreuzfahrt durch die Fjorde Norwegens auf dem Heimweg. Das Ziel: der Hafen von Southampton. Den letzten Tag an Bord feierten einige Passagiere laut Gaisford besonders exzessiv. Demnach floss der Alkohol in Strömen. In einem Restaurant auf Deck 16 eskalierte der sogenannte "Black-Tie"-Abend dann. Warum zwischen mehreren Männern in Smoking und Frauen im Abendkleid plötzlich die Fäuste flogen, ist unklar. Ein Zeuge will gesehen haben, dass ein Urlauber zunächst einen als Clown verkleideten Passagier attackierte. Die Reederei dementiert dagegen, dass ein Mann im Clownskostüm an Bord der "Britannia" gewesen sei. 

Gäste verstecken sich vor umherfliegenden Tellern

Ob mit oder ohne Clown – der eigentlich fröhliche Abend endete in einer wilden Keilerei. Möbel flogen durch die Luft, Teller krachten gegen Wände. "Überall war Blut", twitterte Gaisford. Zeugen flüchteten und versteckten sich aus Angst davor, von herumfliegenden Gegenständen getroffen zu werden. Offenbar soll es sich bei den Streithähnen um Familien gehandelt haben. Die Bilanz der Fehde an Bord: insgesamt sechs Verletzte mit massiven Blutergüssen und Schnittwunden, dazu ein verwüstetes Restaurant und jede Menge Scherben.

Als das Schiff am Freitag in Southampton ankam, stand die Polizei von Hampshire schon bereit. "Nach einem Zwischenfall an Bord können wir bestätigen, dass alle Gäste von Bord gegangen sind und die Angelegenheit nun in den Händen der örtlichen Polizei liegt", zitiert BBC einen Sprecher von P&O Cruises. Die Beamten nahmen einen 43-Jährigen und eine 41-jährige Frau aus Chigwell wegen des Verdachts auf Körperverletzung fest.

Inzwischen urlauben schon wieder mehr als 3500 Passagiere auf der "Britannia". Das Schiff legte bereits am Samstagnachmittag wieder in Southampton ab. Erstes Ziel der Mittelmeer-Kreuzfahrt ist die andalusische Hafenstadt Cadiz.

Quelle: "BBC"

js

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