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Heißes Wochenende: Jetzt kommt der Sommer!

Nach nassen und kalten Monaten wird Deutschland laut Vorhersagen am Wochenende erstmals in diesem Jahr so richtig ins Schwitzen kommen.

Wasserrutschen, kühle Drinks und Segeltouren: Der Sommer kommt auf Stippvisite - und mit ihm der Ansturm Sonnenhungriger auf Biergärten, Badeseen und Eisdielen. Die Meteorologen erwarten Temperaturen bis zu 34 Grad. Zum Wochenbeginn soll es mit der Hitze aber schon wieder vorbei sein. Freibäder, Wirte und Strandkorbvermieter stellen sich auf den Andrang am Wochenende ein.In ganz Deutschland sollten sich die Menschen auf Rekordhitze einstellen. Erwartet werden sogar "tropische Nächte": In der Nacht vom Samstag auf Sonntag sollen die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken - beste Aussichten für alle Strandbar- und Biergärtenwirte. Und für viele Gartenbesitzer der Auftakt zur privaten Grillsaison.

Heißester Tag in Hamburg erwartet

"Der Sonnabend dürfte in Hamburg mit 32 Grad der bisher heißeste Tag des Jahres werden", sagte Martin Puchegger vom Wetterdienst Meteomedia. Bereits am Donnerstag ließ Hoch "Rolena" die Temperaturen in der Hansestadt und in Schleswig-Holstein auf bis zu 28 Grad klettern. Die Menschen sonnten sich an der Alster und guckten den Seglern zu. Vor den Eisdielen bildeten sich lange Schlangen.Alle Freibäder des städtischen Unternehmens Hamburger Bäderland laden zum Badespaß ein. "Nachdem die Menschen solange auf den Sommer warten mussten, erwarten wir spätestens für das Wochenende den ersten Ansturm", sagte eine Sprecherin. Der Inhaber des Elbe-Beachclubs "Hamburg del Mar", Harry Woltmann, steckte in den Vorbereitungen. "Wir haben alle Eismaschinen auf maximale Leistung gestellt."

Ost- und Nordsee noch zu kalt

Auf Helgolands Strand, der Düne, wagten sich bislang hauptsächlich Robben und Seehunde in die rund elf Grad kühle Nordsee. In Flensburg hatten Tret- und Segelbootverleiher geöffnet. Wem die Ostsee mit 13 Grad noch zu kalt ist, kann beheizte Freibäder besuchen. Am Nordsee- Strand von St. Peter-Ording gibt es reichlich Bademöglichkeiten. Weite Teile der großen Sandfläche im Ortsteil Ording gehören am Wochenende aber den Strandseglern, die Rennen austragen.Auch in Brandenburg bereiteten sich die Freibäder auf ein heißes Wochenende vor. "Wir würden uns freuen, wenn wir endlich Badegäste begrüßen könnten", sagte Mike Laskewitz, Geschäftsführer der Freizeitpark GmbH in Wittenberge. Neben dem etwa 18 Grad warmen Wasser warteten am Ufer eine Beachvolleyball- und eine Minigolfanlage auf die Besucher. Der Pächter des Strandbades Mellensee versicherte: "Der Rasen ist gemäht, die Kioske sind vorbereitet."

Ganz Deutschland in Badelaune

In den Münchner Freibädern werden die "Wasserratten" mit Events wie Bäderfesten oder "Kino am Pool" gelockt. Die Nürnberger Freibad- Betreiber gleichen die Saisonschwankungen mit einem flexiblen Personaleinsatz aus. So seien an kühlen Tagen die Freibad-Kassen nicht mehr besetzt: "Wir kassieren dann die wenigen Badegäste am Beckenrand ab", sagte ein Sprecher.Andreas Feldgen von den Rheinterrassen in Köln, die auch den "Cologne Beach Club" mit Strandatmosphäre am Rhein betreiben, hat dort sein Team für das Wochenende von 4 auf 20 Leute aufgestockt. Auch Essens Freibäder sind mit Ritterspielen und Musical- Aufführungen gerüstet für das Wochenende.Das Strandbad am Maschsee in Hannover begrüßt den Sommer am Wochenende mit einem Eröffnungsfest. "Beachvolleyball-Turnier, Cocktails, Kinderanimation, Live-Musik und Sonnenuntergang - das wird auf jeden Fall eine Riesen-Party", sagte eine Sprecherin.In Mannheim können sich die Menschen im Strandbad direkt am Rhein sonnen. Das Baden in dem Fluss wird von der Stadt wegen der Wasserqualität nicht empfohlen. "Abkühlen ist aber erlaubt", sagte ein Stadtsprecher. Am Wochenende startet in Mannheim zudem das dreitägige Stadtfest. Im Vorjahr kamen über 350.000 Besucher.

Wetterumschwung am Sonntag

Das subtropische Wetter soll bis zum Sonntag andauern, dann ziehen die ersten Wolken auf.

DPA, Reuters / DPA / Reuters

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