Kurztrip
Voll auf Straße und Schiene – Tipps für die Pfingstreise

An Pfingsten ist mit Stau zu rechnen (Symbolbild)
An Pfingsten ist mit Stau zu rechnen (Symbolbild)
© Jürgen Schwarz / Imago Images

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Volle Autobahnen, gut gebuchte Züge und lange Wartezeiten: Wer über Pfingsten verreisen will, sollte mehr Zeit einplanen – und manche Fehler unbedingt vermeiden.

Wer zu Pfingsten verreisen will, braucht vor allem eines: Geduld. ADAC und Autobahn GmbH rechnen rund um das lange Wochenende mit vielen Staus, die Bahn mit vollen Zügen.

Pfingsten zählt stets zu den staureichsten Reisezeiten des Jahres. Gleichzeitig beginnen in Bayern und Baden-Württemberg die Pfingstferien, in Sachsen-Anhalt gibt es eine Woche schulfrei. Dazu werden in weiten Teilen Deutschlands sommerliche Temperaturen erwartet.

Der ADAC sieht allerdings auch einen möglichen Dämpfer für die Reisewelle: „Nicht ausgeschlossen ist aber, dass der Pfingstreiseverkehr dieses Jahr wegen der hohen Spritpreise infolge des Irankriegs geringer ausfällt“, schreibt der Automobilclub.

Die beliebtesten Reisezeiten an Pfingsten

Der größte Andrang wird am Freitagnachmittag erwartet. Dann treffen Berufsverkehr, Wochenendausflüge und Urlaubsreisen aufeinander. Auch am Samstagvormittag dürfte es vielerorts nur langsam vorangehen. Eine weitere Reisewelle erwarten die Experten am Pfingstmontag und Dienstag.

Der ADAC rechnet vor allem zu diesen Zeiten mit viel Verkehr:

  • Freitag: 11 bis 19 Uhr
  • Samstag: 10 bis 15 Uhr
  • Pfingstmontag: 13 bis 18 Uhr
  • Dienstag: 7 bis 18 Uhr

Deutlich entspannter dürfte dagegen der Pfingstsonntag werden. Wer flexibel ist, sollte möglichst antizyklisch fahren, also frühmorgens oder später am Abend starten. ADAC-Pressesprecher Christof Tietgen empfiehlt bei den hohen Temperaturen außerdem, genügend Getränke dabeizuhaben, ausreichend Pausen einzuplanen und die Hitzeentwicklung im Auto nicht zu unterschätzen: Steht ein Wagen längere Zeit in der prallen Sonne, können sich Innenräume schnell stark aufheizen.

Hier droht am ehesten Stau

Besonders voll dürfte es nach Einschätzung der Verkehrsexperten auf den klassischen Ferienrouten Richtung Küste, Alpen und Ballungsräume werden. Problematisch könnte es laut ADAC unter anderem auf diesen Strecken werden:

  • A1 Richtung Hamburg und Ostsee
  • A2 Richtung Hannover und Berlin
  • A3 Richtung Niederlande und Süddeutschland
  • A5, A6, A7 und A8 Richtung Alpen
  • A8 München-Salzburg
  • A93 Richtung Tirol
  • A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen
  • A4, A13, A17 in Sachsen

Auch in Österreich, der Schweiz und Italien drohen Staus. Betroffen sind unter anderem Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Arlberg-, Pyhrn-, Rheintal- und Gotthard-Route. Auf den Straßen zu den italienischen und kroatischen Küsten dürfte es zeitweise nur schleppend vorangehen. Hinzu kommen verschärfte Grenzkontrollen: An mehreren Übergängen kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

ADAC und Autobahn GmbH raten eher nicht dazu, auf Landstraßen auszuweichen. Viele Ausweichstrecken seien schnell ebenfalls überlastet, Navigations-Apps versprächen oft nur wenige Minuten Zeitgewinn. In Teilen Bayerns, Tirols und Oberbayerns gelten zudem Durchfahrtsverbote für Ausweichverkehr. Wer Sperren ignoriert, riskiert Bußgelder.

Die Autobahn GmbH empfiehlt, sich vorab über Baustellen und Sperrungen auf ihrer Route zu informieren, etwa über die Autobahn-App.

Geplante Sperrungen

Bundesweit gibt es laut ADAC derzeit mehr als 1.000 Baustellen an Autobahnen. Größere Sperrungen gibt es demnach unter anderem hier:

  • A7 Ulm–Würzburg bei Rothenburg ob der Tauber
  • A23 Richtung Heide bei Hamburg
  • A44 im Raum Düsseldorf/Essen
  • A67 Mannheim Richtung Darmstadt
  • A96 im Raum München

Bahn und Fernbusse

Die Deutsche Bahn rechnet vor allem am Freitag und Pfingstmontag mit vollen Fernzügen. Insbesondere auf den Hauptstrecken zwischen den Großstädten rät die Bahn zu Sitzplatzreservierungen.

Flixbus hat sein Angebot auf beliebten Strecken Richtung Italien, Ostsee und europäische Großstädte zuletzt ausgebaut. Leer dürften Fernbusse und Züge über das lange Wochenende dennoch kaum bleiben.

DPA
lpb

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