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Romantik, Realismus, Revolution: "Tag des offenen Denkmals" lockt Millionen in alte Gemäuer

Schlösser, Villen, Kirchen: Beim "Tag des offenen Denkmals" haben am Sonntag bundesweit mehr als 7500 Denkmäler ihre Türen für Besucher geöffnet. Rund 4,5 Millionen Menschen kamen.

Der "Tag des offenen Denkmals" hat am Sonntag nach Schätzungen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit rund 4,5 Millionen Menschen angelockt. Unter dem Motto "Romantik, Realismus, Revolution" waren rund 7500 Schlösser, Villen, Kirchen und Industriedenkmäler aus dem 19. Jahrhundert geöffnet, die sonst selten öffentlich zugänglich sind. Etwa 2600 Orte beteiligten sich an der Aktion.

"Denkmalschutz und Denkmalpflege für jeden fassbar zu machen, ist das erklärte Ziel des Denkmalstages", sagte die Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Rosemarie Wilcken, bei der zentralen Eröffnungsfeier in Trier. Quer durch die Republik gab es ein buntes Programm mit zig Führungen, Vorträgen und Aktionen. Viele Denkmäler seien erstmals dabei, sagte eine Sprecherin der Stiftung Denkmalschutz.

Wilcken sagte in der Trierer Konstantin-Basilika, der Denkmaltag sei zugleich "eine Aufforderung an die Politik, nicht in dem Bemühen nachzulassen, unsere Denkmäler in Stadt und Land zu schützen". Die Kürzung der städtebaulichen Förderung durch den Bund wäre das falsche Signal.

Eröffnung in Karl Marx' Geburtsstadt

Erstmals fiel der offizielle Startschuss für den Denkmaltag in Rheinland-Pfalz in der Unesco-Welterbestadt Trier. Dort öffneten rund 30 Bauten, darunter auch das Geburtshaus des Philosophen Karl Marx, ihre Türen.

Den "Tag des offenen Denkmals" gibt es seit 1993. Er ist der deutsche Beitrag zu den "European Heritage Days" unter der Schirmherrschaft des Europarats. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert den Tag.

DPA / DPA
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