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Ryanair: Passagier versucht Flugzeugtür zu öffnen - unfreiwillige Zwischenlandung

Auf einem Flug der Fluggesellschaft Ryanair hat ein Mann versucht, eine der Kabinentüren zu öffnen. Andere Passagiere hinderten ihn daran. Aber hätte er es überhaupt schaffen können?

Eine Maschine der Airline Ryanair musste in Frankfurt notlanden

Eine Maschine der Airline Ryanair musste in Frankfurt notlanden, nachdem ein Passagier versucht hatte, eine Kabinentür zu öffnen

DPA

Ein offenbar psychisch kranker Passagier hat auf einem Flug von Paphos auf Zypern nach Dublin versucht, die hintere Kabinentür des Flugzeugs zu öffnen. Nur der Einsatz mehrerer beherzter Passagiere konnte verhindern, dass der 38 Jahre alte Mann tatsächlich die Flugzeugtür öffnete, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Pilot entschloss sich wegen des Zwischenfalls am Montagnachmittag zu einer ungeplanten Zwischenlandung in Frankfurt.

Als Polizeibeamte an Bord kamen, berichtete die Begleiterin des 38-Jährigen von einer psychischen Vorerkrankung, hieß es. Der Mann leistete erheblichen Widerstand und wurde mit Handfesseln fixiert in Schutzgewahrsam genommen. Gegen den 38-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das Flugzeug der Airline Ryanair landete den Angaben zufolge nach dem unfreiwilligen Zwischenstopp mit fast vier Stunden Verspätung in Dublin.

Türen sind während des Flugs praktisch nicht zu öffnen

Immer wieder versuchen Passagiere, mitten im Flug eine Tür zu öffnen. Würde dies tatsächlich geschehen, wären die Konsequenzen fatal. Menschen und Gegenstände, die sich in der Nähe der Türöffnung befinden, würden aus dem Flugzeug gesaugt werden. Doch es ist fast unmöglich, während eines Fluges eine Kabinentür zu öffnen. Durch den Druckunterschied zwischen dem Flugzeug und der Umgebung wird die Tür nämlich mit einer Kraft von mehreren Tonnen in ihre Verankerung gedrückt. Daher bräuchte man schon übermenschliche Kräfte, um die Tür doch noch öffnen zu können.

Flugzeugfenster
ivi / DPA

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