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Hotel am Brillantengrund: Dieses Hotel sticht alle Budget-Häuser aus

Die Alternative zu gesichtslosen Ketten-Hotels: Nicht nur Modejünger, Kunstpäpste und Musikgötter schätzen das ehemalige Kloster in Wiens siebten Bezirk. Jeder Gast begibt sich auf eine Design-Zeitreise bis zurück in die 50er Jahre.

Gastgeber Marvin Mangalino im Innenhof des Hotels Brillantengrund in Wien

Gastgeber Marvin Mangalino im Innenhof des Hotels Brillantengrund in Wien

Es kommt nicht oft vor, dass ein lokaler Familienbetrieb internationale Konzerne ausbootet. Vielleicht liegt es am siebten Wiener Bezirk, wo traditionell Künstler, Kreative und kleine, unkonventionelle Läden zu Hause sind. Vielleicht daran, dass das Mobiliar des Vorgängerhotels übernommen werden musste.

Als jedenfalls 2010 ein neuer Pächter für den verträumten Bau aus der Biedermeierzeit gesucht wurde, erhielten die Mangalinos den Zuschlag. Und es sind nicht nur die Kübelpalmen und überbordenden Blumenkästen an den schmiedeeisernen Balkongeländern im zweistöckigen Innenhof, die das einstige Kloster seither zur Pilgerstätte machen.

Nierentischchen, dunkle Holzdecken und Kristallleuchter ermöglichen eine Design-Zeitreise in die Sechziger- bis Achtzigerjahre, und jedes der 32 Zimmer ist anders dekoriert. In einem schmückt eine Landkarte, wie man sie aus dem Geografieunterricht kennt, die Wand, in einem anderen das großflächige Werk eines jungen Malers. Trifft die Kunst nicht den Geschmack des Gasts, ist das kein Problem.

"Bob Marleys Sohn hat einmal eine Nackte in Öl über seinem Bett abgehängt", erzählt Marvin Mangalino, der 35 Jahre alte Gastgeber. Unkompliziert und lebendig ist sein Haus. Er ist bestens vernetzt in der Wiener Veranstaltungsszene und im Social Web. Seine Kontakte nutzt er, um Events zu organisieren, bei denen sich Gäste, Angestellte und Kreative näherkommen.

"Ich vertraue auf Fügung"


Während der Modewochen wird das Atrium zum Laufsteg, für den Vintage-Möbelmarkt zur Verkaufsfläche. Das ganze Jahr über gibt es Workshops mit Musikern, Malern, Illustratoren und Fotoausstellungen. Erlöse kommen auch guten Zwecken zu, etwa dem Wiederaufbau von 50 Häusern, die der Taifun Haiyan im Dezember 2012 auf den Philippinen zerstört hat. Sie sind das Geburtsland seiner Mutter Frezida Mangalino, der Küchenchefin. Zu ihren Spezialitäten zählen Papaya-Suppe, Siopao-Burger (Hefeteigtaschen, gefüllt mit Hühnchen) und andere Gerichte aus der alten Heimat.

Ein Konzept habe er nicht, sagt Marvin Mangalino: "Ich vertraue auf Fügung." Die wollte es offenbar, dass der Quereinsteiger in die Hotellerie die Gastgeberrolle neu definiert, als Kurator, Szene-Guide, Eventplaner und Freund. Und damit gelingt ihm, woran einige Profis scheitern: mit einem kleinen Haus dem Siegeszug der Budget-Kettenhotels und Airbnb-Unterkünfte etwas entgegenzusetzen.

Infos

Das Hotel am Brillantengrund gehört in der Kategorie "unter 100 €" zu den den "100 besten Hotels in Europa" der Reisezeitschrift "Geo Saison". Adresse: Wien, Bandgasse 4, Tel. +43-1-523 36 62, Preis: DZ/F ab 79 €, www.brillantengrund.com



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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(