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Eine ungewünschte Tradition: Fiaker in Wien: Ist bald Schluss mit den Kutschfahrten?

Um die Fiaker in Wien ist ein Streit entbrannt. Aus Sicht der Stadt erzeugen sie zu viele Schäden, Tierschützer halten sowieso nichts von den Pferdegespannen. Die Sommerhitze heizt den Konflikt weiter an. Wird die Fiakerei bald ganz abgeschafft?

Fiaker fährt in der Wiener Innenstadt

Klassiker auf Rädern: Ein Fiaker fährt in der Wiener Innenstadt an der Hofburg vorbei

DPA

"Sie gehören zu Wien wie der Stephansdom und das Riesenrad", heißt es auf der Website der Stadt Wien. Gemeint sind die Fiaker, die täglich in der Altstadt unterwegs sind und mit zwei Pferdestärken Touristen zu den Sehenswürdigkeiten kutschieren. Eine Idylle für den Städtereisenden - doch im Hintergrund wird gerade heftig gestritten. Die Stadt und die Tierschützer gegen die Fiaker - und die Fiaker für das historische und gemütliche Image der Stadt?

"Ich denke, dass es schon ein Touristenmagnet ist, ganz sicher", sagt Ursula Chytracek. Die Fiaker-Unternehmerin ist Sprecherin ihrer Branche in der Wirtschaftskammer Wien. 38 Pferde arbeiten für ihr Unternehmen, dazu 12 Kutscher und 5 Stallburschen. Zuletzt wollten die Fiaker mit ihr an der Spitze einen Protest vor dem Rathaus abhalten und ließen sich erst mit einem Last-Minute-Gesprächsangebot des Bürgermeisters beruhigen. Denn ihr Gewerbe steht unter Druck.

Hitzefrei für Pferde

Die Bezirksvertretung des ersten Wiener Gemeindebezirks, sprich der Altstadt, beklagt sich über zu hohe Kosten durch Straßenschäden, die durch die Hufe entstünden. Genannt wurde eine Summe von bis zu 750.000 Euro jährlich. Zudem will der Bezirk die Zahl der Standplätze verringern und diese zum Teil verlegen. Die Aktivisten vom engagierten "Verein gegen Tierfabriken" (VGT) wiederum fordern, dass die Pferde schon bei 30 statt bisher 35 Grad hitzefrei bekommen sollen, insgesamt weniger arbeiten müssen (bisher maximal 18 Tage pro Monat) und langfristig die Fiakerei gleich ganz abgeschafft wird.

"Das hat mit Tierschutz nichts mehr zu tun", sagt Chytracek. "Wenn ein Pferd, oder egal welches Tier, sein Zuhause hat, seine Pflege, und sein Futter und seinen Tierarzt - wozu genau brauche ich einen Tierschützer?" Hitzefrei ab 30 Grad, das sei schlicht nicht machbar. "Der Sommer hat einfach 30 Grad", sagt Chytracek. 2018 hätten die Fiaker mit einer strengeren Regel an 43 Tagen den Betrieb bei Erreichen der 30-Grad-Marke einstellen müssen, dieses Jahr wären es schon 10 Tage gewesen. Die 35-Grad-Marke wurde 2018 derweil nur zweimal geknackt.

Für Georg Prinz vom VGT wäre eine 30-Grad-Regel dagegen genau das richtige. "Das sind große Tiere mit viel Muskelmasse im Vergleich zu ihrer Körperfläche. Sie heizen sich dadurch schneller auf." Dabei verweist er auf Berlin. Die wenigen Fiaker-Pferde dort haben ab 30 Grad im Schatten seit kurzem Feierabend.

Tierärztin Isabella Copar, die drei große Fiaker-Betriebe medizinisch betreut, hält dagegen: "90 Prozent der Tiere sind auch nach einem warmen Tag nicht einmal im Bereich der Zügel nass vom Schweiß." Das Pferd sei ein Steppentier, die Kutschfahrten in der Stadt vergleichbar mit einem Spaziergang. Besonders ärgerlich sei es, dass die Pferde nach einem heißen Tag auch am Abend keine Fahrten mehr übernehmen dürften. "Eine Fuhr am abgekühlten Abend nach einem heißen Tag, etwas Bewegung, wäre für die Pferde gut", erklärt Copar. 

Beschläge aus Gummi sind ebenfalls ein Problem

Dem Problem mit den Straßenschäden wollen Stadt und Fiaker-Unternehmen derweil mit Gummi-Hufbeschlägen für die mehr als 300 Pferde beikommen. Mehrere Anbieter sind bereits mit solchen Produkten auf dem Markt, hinsichtlich der Gesundheit der Tiere und auch der Schadensminimierung sind aber noch einige Fragen offen. 

2018 hat der Bezirk daher eine Studie begonnen, auch Chytraceks Pferde waren in der ersten Phase daran beteiligt. Doch: "Das hat nicht funktioniert", erklärt Chytracek. Vor allem die Haltbarkeit der Beschläge war demnach ein großes Problem. "Drei Tage und sie waren weg." Eisenbeschläge halten laut Chytracek mindestens fünf Wochen, meist auch sechs bis sieben. Tierärztin Copar erklärt, dass die Entwicklung hier schlicht noch nicht weit genug und eine allgemeine Lösung für alle Tiere auch nicht sinnvoll sei.

Imperiale Erbe: die Fiaker

Haben die Fiaker in Wien, die laut der Stadt schon seit den 1670er Jahren unterwegs sind, dann aber überhaupt noch eine Zukunft? "Man muss bei allen Lösungen, die besprochen werden, darauf achten, dass man den Fiakern nicht die Erwerbsgrundlage entzieht", sagt dazu Wien-Tourismus-Sprecher Walter Straßer. Laut einer Analyse der Tourismus-Experten sei das imperiale Erbe der Stadt für Besucher das wichtigste Element der "Marke" Wien. "In dieses imperiale Erbe fallen die Fiaker." 

Die Medienberichterstattung jedenfalls kommt den Kutschern entgegen, erklärt Chytracek. So könne man zumindest Aufklärung über die Branche betreiben. Letztlich fühlen sich die Fiaker in vielen Situationen aber vom ersten Wiener Bezirk schikaniert und haben große Sorge, dass sie künftig verteilt in den Gassen statt auf zentralen Plätzen hinter der Hofburg oder am Stephansdom stehen müssen. 

"Es bringt mir nichts, wenn ich irgendwo in einer Seitengasse stehe", klagt Chytracek. Die Unternehmen lebten zu 90 Prozent von Laufkundschaft, "davon, dass wir gesehen werden. So verdienen wir unser Geld."

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Fabian Nitschmann und Albert Otti/DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(