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Krankenversicherung für lange Auslandsreisen: Der teuerste Schutz ist nicht der beste

Wer lange ins Ausland geht, sollte vor dem Abschluss einer Reisekrankenversicherung die Angebote genau vergleichen. Für dieselben Leistungen schwanken die Kosten stark, hier lässt sich kräftig sparen.

Die üblichen Jahrespolicen von Reisekrankenversicherungen gelten nur für Auslandsaufenhtalte von wenigen Wochen. Bei längeren Reisen ist eine Zusatzversicherung Pflicht. Für ältere Menschen wird der Schutz teuer.

Die üblichen Jahrespolicen von Reisekrankenversicherungen gelten nur für Auslandsaufenhtalte von wenigen Wochen. Bei längeren Reisen ist eine Zusatzversicherung Pflicht. Für ältere Menschen wird der Schutz teuer.

Normale Auslandsreise-Krankenversicherungen gelten nur für kürzere Reisen bis zu einer Dauer von 42 Tagen. Wer länger unterwegs ist oder etwa mit dem Work&Travel-Programm ein halbes Jahr in Australien bleiben möchte, benötigt eine spezielle Police.

Die Zeitschrift "Finanztest" hat in ihrer September-Ausgabe 48 Angebote für Auslandsreise-Krankenversicherungen untersucht, die für einen Zeitraum zwischen 90 und 365 Tage gültig sind. Das Ergebnis: Zehn davon waren sehr gut, eine mangelhaft - nämlich der ARK-Basic-Tarif des Anbieters Alte Oldenburger. Testsieger wurde die Würzburger (Tarif Travel-Secure AR-365) mit günstigen Tarifen für eine einjährige USA-Reise zum Preis von 402 Euro (bis 64 Jahre).

Das optimale Angebot zu finden ist nicht einfach. Die Tester stellten bei der Suche fest, dass nicht nur die Qualität der Reise-Krankenversicherungen stark variiert. Auch die Preisunterschiede sind enorm: Die teuersten Policen müssen nicht immer die besten sein. Die Preise für einen "guten" bis "sehr guten" Versicherungsschutz gehen bis zu 700 Prozent auseinander, was sich leicht auf mehrere tausend Euro Unterschied summieren kann.

Die beste Versicherungsschutz für Globetrotter

Eine Reisekrankenversicherung ist nicht nur für Weltenbummler oder Reisende im Sabbatjahr ein Muss, auch wer im Ausland studiert oder zum Überwintern in den Süden zieht, sollte daran denken. Denn die gesetzliche Krankenversicherung hilft außerhalb der EU nicht und zahlt generell keinen Krankenrücktransport. Der Preis der Auslandsreise-Police hängt stark von der Dauer der Reise, vom Alter des Reisenden und vom Reiseziel ab. Teurer wird es beispielsweise, wenn der Schutz auch Nordamerika einschließen soll.

Wollen Senioren ab 75 Jahre beispielsweise ein Jahr in Florida leben, kostet sie der Schutz für den Krankheitsfall zwischen 846 und 6023 Euro. Auch bei für einen 55-Jährigen, der ein Jahr in die USA will, gibt es Top-Angebote für 1205 Euro, aber auch für 423 Euro. Er spart also mit dem günstigen Angebot rund zwei Drittel. Auch die Preisunterschiede bei den Einstiegsbeiträgen ohne Alterszuschlag bei weltweit gültigen Angeboten sind groß: Für 365 Tage Reisedauer ohne Selbstbehalt liegen die Preise laut "Finanztest" zwischen 365 Euro und 2519 Euro.

Den kompletten Test mit Vergleichtabellen aller 48 Angebote gibt es gegen Gebühr auf www.test.de

tib mit Agenturen
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.