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Expedia, Ab-in-den-Urlaub & Co.: Versicherungen auf Reiseportalen: Stiftung Warentest rät ab

Auf Webseiten wie Expedia.de oder Weg.de können Urlauber bei der Buchung auch eine Versicherung gegen Gepäckverlust oder Krankheiten abschließen. Doch was zunächst einfach erscheint, ist alles andere als optimal. "Finanztest" hat die Policen verglichen und rät zu einem anderen Vorgehen.

Wer reist, setzt sich immer einem Risiko aus. Urlauber möchten sich absichern. Auf Reiseportalen können gleich bei der Buchung Reiseversicherungen abgeschlossen werden. Doch schnell geklickt, bedeutet oft zweite Wahl.

Wer reist, setzt sich immer einem Risiko aus. Urlauber möchten sich absichern. Auf Reiseportalen können gleich bei der Buchung Reiseversicherungen abgeschlossen werden. Doch schnell geklickt, bedeutet oft zweite Wahl.

Wer schon einmal einen oder eine Pauschalreise auf einer Reise-Website gebucht hat, kennt das Prozedere: Kurz vor dem Bezahlen wird man aufgefordert, rasch noch eine Reiserücktritts- oder eine andere Versicherung abzuschließen. Je nach Portal, erfolgt der Hinweis entweder diskret oder wie bei Ab-in-den-Urlaub.de mit dem Holzhammer: Wurde ein "Nein" angeklickt und die Versicherung abgewählt, heißt es auf einem Pop-up in dramatischen Worten: "Sie sparen nur wenige Euro, setzen sich im Gegenzug aber erheblichen finanziellen Risiken aus."

Den Portal-Betreibern geht es allerdings weniger um die persönliche Sicherheit ihrer Kunden, sondern um den Verkauf möglichst vieler Versicherungspakete. Denn sie kassieren automatisch eine Provision. "Kunden bekommen oft Pakete verkauft, die auch weniger sinnvolle enthalten", schreibt die Zeitschrift "Finanztest" in ihrer neusten Ausgabe. "Sie können leicht in Verträge schlittern, die sich automatisch verlängern und verteuern."

Kunden müssen genau hinsehen, was sie anklicken

Deshalb haben die Tester das Versicherungsangebot der neun umsatzstärksten in Deutschland genauer untersucht, die allesamt als Vermittler auftreten. Anhand vier fiktiver Reisen für die Zielgruppen Familie, Single, Senioren und Paare wurde unter anderem folgenden Fragen nachgegangen: Können Kunden zwischen Versicherungen für einzelne Reisen und Jahrespaketen wählen? Ist der Versicherungsschutz bereits voreingestellt? Und existiert eine Auswahl verschiedener Anbieter?

Das Ergebnis zeigt: Zwar bieten Reiseportale wie Onlineweg.de, Urlaubspiraten.de und Weg.de einen guten Versicherungsschutz an. Jedoch raten die Tester zu einem ganz anderen Vorgehen: "Wer Reisebuchung und Versicherungsabschluss trennt, findet bessere und preiswertere Angebote". Weil Reiserücktrittsschutz oft eine hohe Selbstbeteiligung enthält, sollte man sich besser direkt an einen Versicherungsanbieter wenden. Ebenso beim Auslandsreisekrankenschutz: Jenseits der Reiseportale finden Kunden viel bessere Produkte.

Am Ende des Beitrages "Schnell geklickt - oft zweite Wahl" nennt "Finanztest" unter anderem die besten Reiserücktrittsversicherungen für Familien, die von Signal Iduna, Europ Assistance und Travel Secure/Würzburger angeboten werden.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr unter www.test.de


tib

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