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Retro-Zeitreise: So luxuriös war einmal das Fliegen

Heute muss man an Bord von Billigfliegern für alles bezahlen. Doch vor 50 Jahren wurden die Fluggäste mit Hummer, Kaviar und Schnittchen bis zum Abwinken umsorgt. Wir zeigen Bilder aus Zeiten, in denen Flugreisen noch ein Privileg waren.

SAS 747 Dinner

In einer Boeing 747 in den 70er Jahren: Den Passagieren im vorderen Teil des Hauptdecks wird von einem Buffet aus das Abendessen serviert. Im Hintergrund ist die Wendeltreppe zum Upper Deck des Jumbojets zu sehen.

Heute ist in der Luftfahrt alles auf Effizienz getrimmt. Jeder Zentimeter an Bord eines Flugzeugs wird optimal genutzt. So misst die Dicke der Lehne eines Flugzeugsitzes inzwischen nur wenige Zentimeter. Doch vor vielen Jahren beförderten die viermotorigen Propellermaschinen und die ersten Langstreckenjets vom Typ DC-8 ihre Passagiere in schweren, breiten Clubsesseln durch die Welt.

Nicht nur das Flugzeugessen, auch die Art und Weise, wie es präsentiert und serviert wird, hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt. So gab es in der Nase des Jumbojets in den 70er Jahren einen fest installierten Tisch, auf dem die Speisen für das Hauptessen drapiert wurden.

Statt der heute in der Business Class üblichen leichten Küche mit Salaten wurden regelrechte Kalorienbomben ausgeteilt, wie Fotografien aus dem SAS Museet in Oslo dokumentieren.

Die Bilder stammen alle von der Fluggesellschaft SAS, deren Abkürzung früher für Skandinavian Airlines Systems stand. Das 1946 gegründete Gemeinschaftsunternehmen der Staaten Dänemark, Schweden und Norwegen war ein Pionier in der Zivilluftfahrt.

Bereits in den 50er Jahren eröffnete die Airline Flugstrecken auf der sogenannten Polroute via Söndre Strömfjord auf Grönland an die Westküste der USA und mit einer Zwischenlandung in Anchorage nach Tokio, die die Reisezeit mit den Propellermaschinen wesentlich verkürzten.

Auf den folgenden Seiten der Fotostrecke zeigen die Retro-Fotos vor allem die üppige Bordverpflegung aus einer Epoche des Reisens, als das Fliegen noch kein Phänomen des Massentourismus war: Jeder Gast durfte sich damals noch als VIP fühlen.

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