TAUCHEN Unter Wasser dem Alltag entfliehen


Wer einmal abgetaucht ist in die Unterwelt, wer einmal die Klänge des Meeres vernommen und den Fischen hallo gesagt hat, den läßt der Reiz der Tiefe nicht mehr los.

IM RAUSCH DER TIEFE

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Wer einmal abgetaucht ist in die Unterwelt, wer einmal die Klänge des Meeres vernommen und den Fischen hallo gesagt hat, den läßt der Reiz der Tiefe nicht mehr los. Urlauber verlassen den Strand und gehen dem Meer auf den Grund - denn schon das Gefühl des Schwebens allein macht den Menschen süchtig.

TECHNIK UND AUSRÜSTUNGKeine Angst: Wer in die Tiefe will, muß nicht notgedrungen auch finanziell untergehen. Den überwiegenden Teil der Ausrüstung, die komplett mindestens 2000 Mark kosten würde, braucht man nicht zu kaufen, er kann bei jeder Tauchbasis geliehen werden.Maske

, die man zu Hause in aller Ruhe aussucht und anpaßt. Nichts nervt beim Tauchen mehr, als ständig Wasser unter der Nase zu haben. Sie sollte möglichst dicht abschließen, was bei der Vielzahl der Modelle und Paßformen für fast jeden Kopf und auch für Brillenträger möglich ist. Zudem gibt es Masken mit optischem, das heißt geschliffenem Glas. Eine gute Maske kostet um die 100 Mark.

Schnorchel

zur Standardausrüstung. Er ist ein Sicherheitszubehör, das dem Taucher erlaubt, gegebenenfalls mühelos an der Oberfläche zu schwimmen und die Unterwasserwelt zu beobachten oder zum Boot zurückzugelangen. Preis: etwa 30 Mark.

SchuhenHandschuhen

. Die Füßlinge sollten für den Strand (der nicht immer sandig ist) und das Boot geeignet sein, sie sollten vor Verletzungen und Kälte schützen und zum sicheren Sitz der Flossen beitragen. Es gibt sie für rund 100 Mark. Die Handschuhe verhindern das Aufweichen der Haut und damit Verletzungen. Bei täglichen Tauchgängen heilen Wunden unter Umständen während des gesamten Aufenthaltes nicht. Um dem vorzubeugen, müssen die Handschuhe fest anliegen. Es reichen aber durchaus einfache, die es für ein paar Mark im Baumarkt gibt.

Flossen

bereit. Es kann dennoch vorkommen, daß der Vorrat an gängigen Größen nicht ausreicht, wenn plötzlich ein Dutzend Interessenten unangemeldet erscheint. Beim Kauf eigener Flossen möglichst welche in Signalfarben nehmen. Preis: ca. 100 Mark.

Bleigurte

manchmal schadhaft sind, empfiehlt sich auch hier ein Kauf - aus Gewichtsgründen ohne Bleibarren, wohl aber mit Stopper, damit die Gewichte unter Wasser nicht herausrutschen. Gurte kosten ca. 60 Mark.

Tauchanzug

, der nicht nur schwerstes, sondern auch teuerstes Utensil ist (Preise zwischen ca. 400 und 1800 Mark). Der Kauf lohnt nur, wenn man wirklich oft taucht. Allerdings: Wer in Sachen Hygiene empfindlich ist, sollte die Ausgabe nicht scheuen, denn in manchen Basen wird der zu leihende Anzug nur kurz ausgespült, bevor ein anderer Kunde ihn anziehen darf. Gute Fachgeschäfte passen Neoprenanzüge individuell an und stimmen vor allem Arm- und Beinlängen exakt ab.

MesserTrillerpfeifeSicherheitsboje

zulegen. Das Messer ist keineswegs für die Fische bestimmt, es soll vielmehr helfen, sich notfalls aus Netzen, Schnüren oder Tauwerk zu befreien. Mit Trillerpfeife und aufblasbarer Boje in Signalfarbe kann der Taucher auf sich aufmerksam machen, wenn er abgetrieben wurde.

TAUCHLEXIKONUnter Wasser liegt ein Wunderland. Eintauchen kann jeder. Vorausgesetzt, er hat gute Nerven und weiß, worum es geht.APNOE:

Darunter versteht man das zeitweilige freiwillige Anhalten der Atmung, also Tauchen ohne Druckluftflaschen oder sonstige Sauerstoffzufuhr. Die Dauer ist abhängig von Alter, körperlicher Konstitution, Trainingszustand und äußeren Bedingungen. Japanische und polynesische Perlentaucher können es bis zu zwei Minuten unter Wasser aushalten und erreichen eine Tiefe von bis zu 30 Metern. Bei Rekordversuchen blieb der Spanier Pipin 1993 vor der kubanischen Küste über drei Minuten unter Wasser und tauchte, mit variablen Gewichten an einer senkrechten Stahltrosse, unglaubliche 125 Meter tief.

ASCENT(Aufstieg):

Das Aufsteigen aus der Tiefe ist eine Kunst für sich. Besonders wichtig ist es, sehr langsam aufzusteigen, damit der Stickstoff aus dem Körper entweichen kann. Als Faustregel gilt: Nicht schneller als 18 Meter pro Minute und bei 5 Metern einen Sicherheitsstopp (safety stop) von drei Minuten einlegen.

BCD (buoyancy control device):

Tarierweste, auch Taucherweste. Damit und mit dem Bleigürtel (weight belt) kontrolliert man den Auftrieb unter Wasser. Das BCD kann entweder aus der Druckflasche oder mit dem Mund aufgeblasen werden.

BENDS :

Dekompressionskrankheit. Sie tritt auf, wenn man zu lange taucht und nicht genügend Pausen über Wasser einlegt. Dann bilden sich Stickstoffblasen im Blut, die zu Schwäche, Schwindel, Lähmungserscheinungen oder gar Atemnot führen können, in schweren Fällen zu Bewußtlosigkeit und Tod. Gegen Deko-Krankheit hilft nur die Rekompression in einer Druckkammer.

BOTTOM TIME:

Die Zeit vom Beginn des Abtauchens bis zum Wiederauftauchen an der Oberfläche (entspricht der Dauer der Preßluftatmung). Diese Zeitspanne exakt festzuhalten ist wichtig, um die Stickstoffabsorption des Körpers zu berechnen.

BUDDY SYSTEM:

Partnersystem. Die wichtigste Regel: Tauche nie allein! Der Buddy ist eine Art Lebensversicherung. Zudem macht es meist mehr Spaß, die Unterwasserwelt zu zweit zu erkunden.

BREVET:

Bescheinigung nach erfolgreich abgelegtem Grundkurs in Tauchtheorie und -praxis.

DAN (Divers Alert Network):

weltweite Organisation tauchmedizinischer Experten und Einrichtungen (z.B. Druckkammer-Behandlungszentren) zur Rettung bei Tauchunfällen.

DRUCKAUSGLEICH:

Kennt jeder aus dem Schwimmbad. Die Luft in Ohren und Nasennebenhöhlen wird unter Wasser schmerzhaft komprimiert. Gegenmittel: Nase zuhalten und aus der Lunge sanft Luft hineinpressen. Keine Sorge, man kann immer ausgleichen, manchmal dauert es nur etwas länger.

ETIKETTE

Viele Lehrer legen großen Wert darauf, nach dem Motto: Gut tauchen reicht nicht, man sollte dabei auch cool aussehen. Also: Nie die Maske auf die Stirn schieben (machen nur Anfänger oder Taucher in panischer Angst), sich unter Wasser möglichst ruhig und souverän verhalten (nur Anfänger rudern wild mit den Armen), Höhe bzw. Tiefe möglichst über die Atmung regulieren.

KONSOLE:

Instrumententräger mit Tiefenmesser (depth gauge), Finimeter (submersible pressure gauge), der die verbleibende Luftmenge in den Flaschen anzeigt, und ggf. weiteren Instrumenten (Kompaß, Uhr, Tauchcomputer).

LOGBUCH:

Hierin werden alle Tauchgänge eingetragen, zur Erinnerung, aber auch als Beleg zur Aufnahme in bestimmte Kurse.

LUNGENAUTOMAT:

Reduziert den Druck so, daß man die Luft aus der Preßluftflasche atmen kann, und paßt ihn der Tauchtiefe an.

OKTOPUS:

Ersatzmundstück.

PADI (Professional Association of Diving Instructors):

Weltweit größte Organisation im Schnorchel- und Gerätetauchen. Hauptsitz in Santa Ana , europäische Zentrale in Hettlingen . Widmet sich vorwiegend der Tauchlehrer-Ausbildung und Entwicklung des Tauchsports in technischer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht.

PRESSURE GROUP:

Nach jedem Tauchgang bleiben Stickstoff-Reste im Blut zurück, die der Körper abbauen muß. Von der Tauchtabelle (dive planner bzw. wheel) kann man ablesen, wieviel Zeit bis zum nächsten Tauchgang, der Wiederholung, mindestens verstreichen muß (minimum surface interval).

REBREATHER (Kreislaufgerät):

Bereitet ausgeatmete Luft wieder auf. Der Vorteil: längere Tauchzeiten oder, bei gleicher Kapazität, kleineres Gerät; geräuscharm, weil die Luft nicht ins Wasser blubbert. Nachteil: teuer, ziemlich lange Vor- und Nachbereitung.

TIEFENRAUSCH (nitrogen narcosis):

Kann bei Tauchgängen auftreten, die tiefer als 30 Meter gehen. Unter Druck entwickelt der Stickstoff in der Atemluft narkotisierende Wirkung und führt zu gestörtem Urteilsvermögen, Koordinationsproblemen und unmotivierter Euphorie.

TAUCHSCHULEN CHECKLISTETaucher wissen es: Auch unter Wasser kann man reinfallen. Michael Barth, PADI Course Director in Hamburg, gibt Tips, wie man gute und schlechte Tauchbasen unterscheiden kann:

1. Schon der erste Eindruck kann sehr aufschlußreich sein für das Niveau der ganzen Anlage: Wie ist die Begrüßung, was für ein Typ der Tauchlehrer? Wirkt er ruhig, souverän und kompetent, oder erzählt er von seinen Heldentaten unter Wasser? In letzterem Fall: Suchen Sie sich einen anderen!

2. Material und Organisation: Kritische Punkte bei der Ausrüstung sind die Schnallen der Bleigurte (sie müssen stabil sein und sicher schließen), die Luftschläuche (sie dürfen nicht porös, geknickt oder angerissen sein) sowie Nähte und Reißverschlüsse der Anzüge (sollten sich nicht auflösen oder klemmen). Kompaß, Tiefenmesser und Finimeter sollten zur Ausstattung gehören. Klappt die Verteilung der Ausrüstung oder herrscht Chaos? Ist eine Sauerstoff-Notfallausrüstung an Bord des Bootes?

3. Scheuen Sie sich nicht, den Tauchlehrer nach seiner Ausbildung zu fragen und welche Tauchlehrerstufe er erreicht hat. Fragen Sie ihn auch nach der Dauer des Kurses. Verspricht er, Ihnen in drei Tagen das Tauchen beizubringen und ein Brevet auszustellen, sollten Sie ihm nicht trauen. Eine solide Grundausbildung dauert nun mal ein bis zwei Wochen.

4. Findet vor dem ersten Tauchgang ein Briefing statt, in dem Sie exakt über Tiefe und Strömung informiert und die Gruppen eingeteilt werden? Anfänger brauchen erfahrene Partner!

5. Werden Sie nach Ihrem Gesundheitszustand, dem Logbuch und dem Stand Ihres Könnens gefragt? Vor allem: Wird ein Check dive durchgeführt, also die praktische Erprobung Ihrer Fähigkeiten und Verhaltensweisen unter Wasser? Unterbleibt er, ist der Tauchbasis entweder Ihre Sicherheit oder die Unversehrtheit des Riffs egal. Oder beides.

J. V.

DIE 6 GEBOTE DES TAUCHENSAuch in der »Raumfahrt für den kleinen Geldbeutel« gibt es Regeln. Sie schützen das empfindliche Ökosystem der Meere und - nicht zuletzt - Sie selbst.1. Denken Sie nach

Die Unterwasserwelt, Tiere und Pflanzen, sind keineswegs auf das Erscheinen umtriebiger Lebewesen in dunklen Neoprenanzügen angewiesen, die gelbe Rückenflossen tragen und Luftblasen absondern. Sie können auch ohne menschliche Neugierde oder gar Zuwendung ganz gut leben.

2. Haben Sie Respekt

Abgesehen vom tropischen Regenwald ist kein Ökosystem so vielfältig und sensibel wie ein Korallenriff. Sein höchst zerbrechlicher, sehr langsam wachsender Organismus kann schon durch einen Flossenschlag oder die Berührung mit der Hand beeinträchtigt werden. Verhalten Sie sich entsprechend, ankern Sie auch nie in Riffnähe (der Anker wirbelt Sediment auf, das die winzigen Polypen vieler Korallenarten verstopft), und üben Sie Schnorcheln nicht am Riff, sondern in einer sandigen Lagune.

3. Bleiben Sie auf Distanz

Die meisten Lebewesen unter Wasser, selbst Haie, scheinen durchaus harmlos oder gar freundlich zu sein. Das verführt dazu, sie anzufassen, zu streicheln oder zu füttern. Tun Sie?s nicht! Auch Fische sind anfällig für Verhaltensstörungen.

4. Sammeln Sie nichts

Korallen, Muscheln, Seesterne, Igelfische, Schildpatt, Hai-Zähne und ähnliches gehören nicht in den Koffer bzw. in die Schublade zu Hause. Auch wenn Sie solche Souvenirs nicht selbst erbeuten, sondern kaufen: Sie tragen damit zur Zerstörung des Öko-Systems und der Schönheit der Unterwasserwelt bei.

5. Vermeiden Sie Müll

Plastiktüten und -flaschen im Meer zeugen von profunder Dummheit und Rücksichtslosigkeit, denn manche Fischarten halten solche Gegenstände für Quallen, versuchen sie zu fressen und ersticken daran. Robben verfangen sich in Banderolen, Rochen verenden mit Blechdosen im Magen. Nehmen Sie Ihren Müll wieder mit nach Hause. Die Natur braucht ihn nicht.

6. Seien Sie Vorbild

Praktizieren Sie Umweltschutz nicht nur in der Praxis, sondern auch theoretisch. Nehmen Sie teil an Umweltaktionen und -diskussionen. Nehmen Sie Einfluß auf andere, die nicht Ihre Einstellung und Ihren Durchblick haben.

J. V.

TAUCHZIELE IN ALLER WELTPemba Oman Teneriffa Rotes MeerLust, einen Hai zu treffen? Oder lieber ein paar Delphine? Schon mal von der Großen Weißen Wand gehört? Vom ultimativen Tauch-Kick in Fidschi?

Es gibt noch viel zu entdecken. Wir zeigen Ihnen die schönsten Tauchreviere. Zum Beispiel die noch unberührten Tauchreviere in Pemba, den Exclusiv-Club Omans mitder englischen Atmosphäre und seinen abgelegenen Tauchspots und die submarine Vulkanlandschaft von Teneriffa.

PEMBATauchziele in aller WeltDoch, es gibt sie noch, die unberührten und unbekannten Tauchgründe. Zum Beispiel vor Pemba. Nie gehört? Die Insel liegt im Osten Afrikas, rund 60 Kilometer vor der Küste Tansanias und 80 Kilometer nördlich von Sansibar.

Ein flaches Stück Tropen, ehemals berühmt für seine Gewürze, aber heute völlig vergessen. Tourismus? Fehlanzeige.

Was der Insel an Land mangelt, macht sie unter Wasser wett: mit einer Vielfalt, die an so kleiner Küste selten ist. Das verdankt Pemba zum einen seinem vulkanischen Ursprung, der dramatische drop-offs geschaffen hat. Zum anderen den Strömungsverhältnissen: an Pembas Ostküste steigt kaltes Tiefenwasser aus dem Indischen Ozean auf und lockt Scharen von Großfischen an.

Im Westen dagegen, zum Festland hin, finden Korallen in warmem Wasser und mäßigem swell optimale Bedingungen. Im Süden liegt zudem noch ein Schiffswrack in geringer Tiefe, und überall um Pemba gibt es unberührte Ankerplätze. Fertig ist das Taucherparadies.

Den besten Weg dorthin bietet die »Inula«, ein 24-Meter-Katamaran, der Pemba von Sansibar aus zu mehrtägigen Tauchtrips anläuft. Der deutsche Skipper Arvid Martinkat kreuzt seit über zwei Jahren vor Pemba und kennt die knifflige Drift in- und auswendig. Ein Wissen, das ihm ein attraktives Monopol garantiert: Die »Inula« ist das einzige Boot, das die Ostküste Pembas anläuft - wo die Großfische warten.

Tauchgänge bis in 40 Meter Tiefe führen nicht selten zu Schwärmen aus 100 Hammerhaien - ein überwältigender Anblick. Ebensohäufig begegnet man Delphinen, Mantas, Großen Makrelen, Thunfischen, und im August bestehen gute Chancen, Buckelwale zu sichten. Allerdings ist das Tauchen vor der Ostküste anspruchsvoll und nichts für Novizen. Anfängerkurse werden nicht angeboten.

INFO

CAT-Diving Ltd.

Wiechendorfer Weg 6

30900 Wedemark

Tel./Fax 05130-790326;

Sansibar: P.O. Box 3203

Zanzibar Town

Zanzibar

Tanzania

Tel./Fax 00255-54-31040 oder 33042

Vier Tage an Bord der »Inula« kosten 1150 Mark pro Person, 10 Tage 2350 Mark. Ausrüstung am besten mitbringen, Leihkosten komplett 60 Mark pro Tag;

U/W-Kamera und -Videokamera leihbar für 20 bzw. 50 US$ pro Tag. Anreise über Sansibar.

OMAN Tauchziele in aller WeltDas Oman Diving Centre ist fest in englischer Hand und bezeichnet sich selbst ohne Understatement als »probably the World's Premier Dive Center«. Ziemlich große Worte, doch im Test vor Ort überzeugt die Basis tatsächlich in allen Belangen.

Die Lage: eine großartige Bucht am Golf von Oman, die allein dem Diving Centre gehört; nur ein paar Kilometer von der Hauptstadtregion Muscat entfernt und doch völlig abgeschieden zwischen Bergen und Meer. Die Ausstattung: Wie ein exklusiver Privatclub, mit Swimmingpool, Bar und gutem Restaurant; speedboats bringen die Taucher hinaus, die Ausrüstung ist sorgfältig gewartet, für Notfälle steht eine Druckkammer zur Verfügung.

Das Tauchgebiet: fast unberührt, sehr artenreich; Anfänger tauchen in den Korallengärten des Khor Yenkit, eines fjordähnlichen Meeresarms, der tief ins Wüstengebirge schneidet; weiter draußen sind Begegnungen mit Walhaien möglich. 20 Tauchgründe liegen quasi vor der Haustür. Bei guter Sicht Weltklasse: Daymaniyat Island, zwei Stunden Bootsfahrt entfernt.

INFO

Oman Diving Centre

P.O. Box 199

Postal Code 115

Madinat al Qaboos

Sultanate of Oman

Tel./Fax 00968-950261

TENERIFFA Tauchziele in aller WeltAuf Teneriffa sollte man Abenteuer nicht nur in der Disco suchen. Vor Las Galletas beispielsweise, an der Südküste, kann man submarine Vulkanlandschaften erkunden.

In 20 Meter Tiefe ist der sandige Grund zwischen zerfurchten Felsen erreicht, da taucht man plötzlich zwischen Dutzenden von Stachelrochen, zutraulich wie junge Hunde, und erkundet im klaren Wasser das Wrack eines Fischerbootes.

Bunte Korallengärten sind zwar nicht zu entdecken, dafür kommen aber Delphine und Grindwale häufig vor. Eine Begegnung mit den freundlichen Meeressäugern ist leicht zu arrangieren, die besten Kenner der Unterwasserwelt arbeiten im Instituto Makarotecnica, einem Umweltbüro.

INFO

Instituto Makarotecnica über Lorenzo Weller

Urb. Paraiso V. Fase No. 12

Radazul - El Rosario

Tenerife

Tel. 003422-681124

Fax 242966.

Centro Insular Deportes Marinos de Tenerife

Valleseco

Autovía a San Andrés, s/n

Tenerife

Tel./Fax 003422-240998

Tauchen lernen - 60 Stunden inklusive 20 Freitauchgängen im Meer - kostet hier etwa 300 Mark.

DAS ROTE MEER Tauchen, schnorcheln, baden gehenWarm wie eine Badewanne, klar wie ein Aquarium und nun auch besser geschützt: Das Rote Meer ist ein Eldorado für Wassersportler.

Allerdings geht der boomende Tauchtourimus nicht spurlos an den Korallenriffs vorbei. Doch einige Hotels haben erkannt, dass sie nur eine Zukunft haben, wenn sie aktiv am Schutz dieses Naturwunders mitwirken. Wir stellen eine Auswahl vor.

Traumhaft abtauchen

Das Wasser leuchtet von tiefblau bis türkis, in vielen Buchten findet man feinsandige Strände, und vor seinen Küsten liegt eine schier endlose Reihe von Riffen, darunter einige der schönsten, die sich auf dem ganzen Planeten finden lassen - ideale Reviere für Taucher und Schnorchler.

Auf 4500 Kilometer Länge bringen es die Saumriffe im gesamten Roten Meer. Etwa ein Drittel davon gehört zum ägyptischen Teil. Im warmen Wasser - im Sommer bis 30, im Winter selten unter 20 Grad - entwickelten sich die nördlichsten Korallenriffe des Indischen Ozeans. Wenig Regen, hoher Salzgehalt, ein geringer Tidenhub von einem bis anderthalb Metern und eine schwache Sedimentbildung begünstigen ihr üppiges Wachstum.

Unter Wasser beträgt die Sicht 15 bis 50 Meter. Unter diesen Bedingungen entstand auch eine reiche, in den Subtropen einzigartige Meeresfauna. So bevölkern rund 1200 Fischarten, 150 Arten von Steinkorallen und 120 Arten von Weichkorallen das Rote Meer.

Die Kehrseite der Medaille

Aber natürlicher Reichtum und Vielfalt sind gefährdet. Seit 20 Jahren boomt am Roten Meer der Tauchtourismus.

Als abschreckendes Beispiel gilt Hurghada. Das einstige Fischerdorf hat sich zu Ägyptens größtem Bade- und Wassersport-Ort gemausert. An jedem beliebigen Wochenende urlauben allein 45000 Deutsche in Hurghada, einem 25 Kilometer langen Küstenstreifen, der nur aus einer Hauptstraße, Hotels und Einkaufszentren besteht. Und es wird weitergebaut, der Boom ist noch nicht zu Ende.

Praktisch alle küstennahen Saumriffe vor Hurghada sind durch den unkontrollierten Tauchtourismus zerstört worden. Und es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange die der Küste vorgelagerten Inseln dem täglichen Ansturm von durchschnittlich 2000 Tauchern noch standhalten können. Wildes Ankern, die Abwässer von Schiffen und Hotels, Plastikmüll und Öl haben den Riffen vor Hurghada bereits schwer zugesetzt.

Rotes Meer: Umweltschutz

Aber es gibt auch Zeichen der Hoffnung. 1992 schlossen sich etliche Tauchbasen zur Organisation »Hepca« zusammen, die sich für den Schutz der Riffe und Küsten im Roten Meer einsetzt. Um Hurghada haben sie bereits 500 Ankerbojen ausgelegt. Weitere Lichtblicke: Die Giftun-Inseln wurden im April 2000 zum Meeres-Nationalpark erklärt, und seit dem 1. Mai herrscht auf allen Schiffen im Roten Meer ein striktes, mit drakonischen Strafen belegtes Verbot für Abfalltüten aus Plastik.

Im Süden der Sinai-Halbinsel ist die Situation erfreulicher. Weite Teile der Riffe stehen unter dem Schutz der Nationalparkverwaltung. Die Zahl der Tauchboote, die sie täglich anlaufen dürfen, wurde begrenzt.

Aber Ägypten hofft auf weiter steigende Einnahmen aus dem Tauchtourismus. Deshalb werden nun die südlichen Riffe im Roten Meer erschlossen. Alle Sandbuchten von Safaga bis Ras Banas sind verkauft und für Hotelbauten verplant. Bei Marsa Alam ist ein neuer Flughafen in Bau, der von Ras Banas soll ausgebaut werden. Bis vor wenigen Jahren war hier Militärgebiet, Taucher hatten keinen Zugang.

Noch sind die Saumriffe südlich von Safaga in gutem Zustand - trotz heimlicher Dynamitfischerei und der Einleitung von Abwässern. Die wenigen vorgelagerten Inseln und Fleckriffe sind sehr fischreich, einige Riffe zeigen großartigen Korallenbewuchs und gehören sicher zu den besten der Erde. Südlich von Quseir sind bereits mehr als ein halbes Dutzend Hotelanlagen entstanden. Einige haben erkannt, dass sie nur eine Zukunft haben, wenn sie an einem strikten Schutz der Riffe aktiv mitwirken.

Hotel-TippsUmweltbewusste Hotels Mövenpick Resort

, Sirena Beach, El Quadim Bay, Quseir, Tel. 065- 332100, Fax 332128, E-Mail: resort. quseir@moevenpick.com (www.moevenpick-hotels.ch); DZ ab 165 $ (US-Dollar).

Das Hausriff dürfte das schönste Open-Air-Aquarium Ägyptens sein. 235 Fischarten wurden hier beobachtet, darunter etliche Raritäten. Walhaie und Graue Riffhaie kommen vorbei, metergroße Zackenbarsche lassen sich aus nächster Nähe beobachten. Das holländisch-ägyptische Management hat für seine Öko-Maßnahmen (Angelverbot, Begrenzung der Taucherzahl, Steg zur Riffkante, Abwasser-Recyclingsystem) mehrfach Preise erhalten.

Preise und Verfügbarkeit abfragen

Mangrove Bay Hotel

, 29 Kilometer südlich von Quseir, Tel. über Kairo 02-3486748, Fax 3605458; DZ/HP ab 78 $.

Die flache, windgeschützte Bucht bietet ideale Bedingungen für Schnorchler. Auf den 2 bis 15 Meter tiefen Sandböden stehen viele Korallenköpfe. Etwa 200 Fischarten bevölkern die Riffe. Für Taucher werden Bootstouren entlang der Küste angeboten.

Kahramana Beach Resort

, ca. 27 Kilometer nördlich von Marsa Alam. Tel. über Kairo 02-3376430, Fax 3480828, E-Mail: info@innAG.com; DZ ab 192 $.

Das Resort liegt auf einem 1 Million Quadratmeter großen Grundstück, verfügt über einen 1,2 Kilometer langen Privatstrand und über eine eigene Tauchbasis.

Shamsa Alam Beach Resort

, ca. 50 Kilometer südlich von Marsa Alam. Tel. 02-4170046, Fax 4170158, E-Mail: info@shamshotels.com (www.shamshotels.com); DZ/F 68 $.

Neues Resort vorwiegend für Taucher, welche die fischreichen Fleckriffe erleben wollen. Gut 200 Meter langes Hausriff. Gut organisierte deutsche Tauchbasis, die auch Bootstrips, z. B. zum berühmten Elphinstone-Riff, anbietet.

El Gouna Steigenberger Golf Resort

, Tel. 065-580140, Fax 580149, E-Mail: info@steigenberger.de (www. el-gouna.steigenberger.de); DZ ab 180 $.

Auf einer Halbinsel liegt das schönste Hotel Gounas, das der amerikanische Star-Architekt Michael Graves gestaltete. Die Zimmer mit Terrasse sind komfortabel und in Pastelltönen gehalten. Zur Anlage gehören ein großer Golfplatz mit Driving-Range, Fitness-Studio, Massage und Thermalbad.

HurghadaMarriott Hurghada Beach Resort

, Hurghada, Tel. 065-446950, Fax 446970; DZ ab 114 $.

Direkt am Sandstrand, modernes Hotel mit schönen Zimmern, besonders zum Meer. LTI Sultan Beach Hotel, Tel. 065-444750, Fax 447691; DZ ab 120 $. Lauschiger Innenhof, Wasserfälle, Zimmer mit Blick: Meer oder Berge. Meliá Pharaoh, Tel. 065-446720, Fax 446724; DZ ab 205 $. Pyramidenförmiger Eingang, begrüntes Gelände, zwei große Pools, Türkisches Bad.

Preise und Verfügbarkeit abfragen

Soma Bay Robinson Club

, Tel. 065-549854, Fax 549878 (www.robinson.de); DZ ab 78 $.

Der beste Ferienclub Ägyptens, wegen der netten Kinderbetreuung erholsam auch für Eltern. Die Animateure sind angenehm unaufdringlich. Auch die Gäste umliegender Hotels besuchen gern die Bar und die Discothek des Robinson Clubs. Sheraton Soma Bay, Tel. 065-545845, Fax 545885; DZ ab 130 $. Zum Pool hin architektonisch eine moderne Version des Karnak-Tempels (siehe Foto Seite 74); bei Golfern beliebt wegen des Championship-Platzes (18 Loch) von Gary Player.

Preise und Verfügbarkeit abfragen

ADRESSENReiseveranstalter und VerbändeDive Travel GmbH

Südring 3 B, 65795 Hattersheim

Air Aqua Reisen,

Hauptbüro: Rüttenscheider Str. 14, 45128 Essen,

Tel. 0201-790079, Fax 780750

Diver's Guide Tauchreisen,

Blankeneser Bahnhofstr. 46, 22587 Hamburg,

Tel. 040-866067-0, Fax 861630

Lobster Tours

,

Sun & Fun,

Franz-Joseph-Str. 43, 80801 München,

Tel. 089-38014140, Fax 346644

Martin Moxter Tauchreisen

,

An der Theisenmühle 1, 63303 Dreieich,

Tel. 06103-65492, Fax 64891

Micronesia Underwater Tauchreisen

,

Im Großen Rohr 1, 65549 Limburg,

Tel. 06431-400635, Fax 45288

Nautilus Tauchreisen

,

Bacherner Weg 48, 82266 Inning,

Tel. 08143-93100, Fax 8003

Oceanwide Expeditions

,

An der Wale 44, 41372 Niederkrüchten,

Tel. 02163-98380, Fax 983838

Oft Reisen

,

Siemensstr. 6, 71252 Ditzingen,

Tel. 07156-161170, Fax 161180

Orca Tauchreisen

,

Steinbökstr. 4, 83022 Rosenheim,

Tel. 08031-18850, Fax 188588

Pacific Travel House

,

Bayerstr. 95, 80335 München,

Tel. 089-5309293, Fax 532152

Reisen & Tauchen International

,

Bernardstr. 73, 63067 Offenbach,

Tel. 069-823535, Fax 8003399

SeaWorld

,

Heimstr. 10/12,82131 München,

Tel. 089-85661103,Fax 85661105

Schöner Tauchen

,

Alter Postweg 97, 28207 Bremen,

Tel. 0421-450010, Fax 450080

Sport-Scheck Reisen

,

Nymphenburger Str. 1, 80335 München,

Tel. 089-5455057, Fax 5455019

Sub Aqua Sportreisen

,

Frankfurter Ring 243, 80807 München,

Tel. 089-32379888, Fax 32379611

Tauch Center

,

Lindauer Str. 17, 87700 Memmingen,

Tel. 08331-47793, Fax 47725

Tauch- und Reisewelt

,

Sternstraße 8, 41061 Mönchengladbach,

Tel. 02161-353950, Fax 353959

Tour Aktiv

,

Dieselstr. 10, 63165 Mühlheim,

Tel. 06108-990275, Fax 990277

Tropical Seas

,

Ladestr. 1, A-9620 Arnoldstein,

Tel. 0043-4255-2198 Fax -2190

Volkert Touristik

,

Freizeitzentrum Roßmühle, 97782 Gräfendorf,

Tel. 09357-97490, Fax 1055

Verband Deutscher Sporttaucher

,

Tannenstr. 25,64546 Mörfelden-Walldorf

Divers Alert Network

,

Eichkoppelweg 70,24119 Kronshagen,

DAN-Hotline (Zürich): 0041-1-3831111

LITERATURDer Buchhandel hat so Einiges zum Thema zu bieten. Wir haben eine kleine Auswahl für Sie zusammengestellt

.

Darwins Traumsee

von Tijs Goldschmidt. Das Buch wurde in den Niederlanden als bestes populärwissenschaftliches Buch ausgezeichnet, erscheint im September 1997 auf deutsch. Verlag C. H. Beck, München. Preis: 148 Mark.

Handbuch Tauchen

,

das Standardwerk der Tauchliteratur. BLV Verlag, München. Preis: 128 Mark.

Das Handbuch des Tauchsports

von Régine Günther und Friedrich Naglschmid, Delius Klasing, Edition Naglschmid, Bielefeld. Preis: 68 Mark.

Die moderne Tauchschule

von Dennis K. Graver. Theorie und Praxis des Sporttauchens. BLV Verlag, München. Preis: 58 Mark.

Richtig Tauchen

von Rudolf B. Holzapfel. BLV Verlag, München.

Preis: 19,90 Mark.

Fische der Karibik

von Petra Lachmann und Otto Gremblewski-Strate. Bestimmungsbuch für Taucher und Schnorchler. BLV Verlag, München.

Preis: 49,90 Mark.

Niedere Meerestiere

von Helmut Schuhmacher und Johann Hinterkircher. Schwämme, Korallen, Krebse, Schnecken, Seesterne und andere.

BLV Verlag, München. Preis: 49,90 Mark.

Tropische Meerestiere

von Dieter Eichler. Bestimmungsbuch für Taucher und Schnorchler (Rotes Meer, Seychellen, Komoren, Mauritius, Malediven, Thailand, Philippinen). BLV Verlag, München. Preis: 48 Mark.

Korallenriffe

von Helmut Schuhmacher. Ihre Verbreitung, Tierwelt und Ökologie. BLV Verlag, München. Preis: 44 Mark.

...und VideosDas Rote Meer

(26001), 60 Min., 79 Mark;

Wracktauchen im Roten Meer

(46723), 60 Min., 79 Mark;

Sinai

(26072, 60 Min., 79 Mark;

Bora Bora

(26140), 60 Min., 79 Mark;

Faszination Natur

(26105), 90 Min., 49 Mark.

Alle Videos über: Bavarian Video, Klenzestraße 41, 80469 München, Tel. 089-2016951, Fax 2021736.


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