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Jetset-Leben: Traumjob über den Wolken - dieser 20-Jährige testet den Luxus neuer Jets

Alex Macheras ist der erste Passagier an Bord neuer Flugzeuge. Er überprüft die Qualität und genießt die Luxus-Klasse. Eine Ausbildung brauchte er dafür nicht.

Jungfernflug eines A350 nach Thailland

Jungfernflug eines A350 nach Thailland

Der 20-jährige Alex Macheras war Zeit seines Lebens von Flugzeugen besessen. So früh es eben ging, wollte er als Luftfahrt-Experte arbeiten. Seinen Traumjob hat er ohne jede Ausbildung bekommen, denn er ist der erste Passagier an Bord neuer Flugzeuge und wird fürs Reisen bezahlt.

Alex Macheras arbeitet als Kabinen-Tester. Er fliegt rund um die Welt, gern in der ersten Klasse und prüft dabei den Innenraum neuer Jets. Den Fotos seines Instagram-Accounts zufolge könnte man annehmen, seine Tätigkeit besteht nur darin, Champagner zu schlürfen, die Küche der Luxusklasse zu genießen und als einziger Passagier an Bord mit den Stewardessen zu flirten.

Tatsächlich muss er auch richtig arbeiten. Während des Fluges überprüft Macheras jeden einzelnen Sitz und jede Klappe auf etwaige Verarbeitungsmängel. Ein mittelgroßer Jet kostet um die 100 Millionen Euro. Kein Wunder, dass sich die Airlines nicht auf die Zusagen aus dem Katalog verlassen, sondern jedes Flugzeug unabhängig überprüfen lassen. Dem "Business Insider" sagte der Londoner: "Ich wurde mit einem Reise-Gen geboren." In der Familie lag es nicht. "Meine Eltern arbeiten in Restaurants und im Motorsport. Ich wurde da nicht in eine Tradition hineingeboren."

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Der erste A 350 für Finnair wartet in Toulouse auf seine Auslieferung

Seinen ersten öffentlichen Auftritt als Luftfahrtexperte im Radio hatte er mit 14 – dank seines Twitter-Accounts. "Ich habe damals sehr viel getwittert und alles erklärt. Darum wollten sie mich senden. Über mein Alter wurde nie geredet. Ich habe jahrelang für den Sender LBC gearbeitet, bevor jemand gemerkt hat, wie jung ich war."

Macheras arbeitete für mehrere Radiosender und auch im TV für SkyNews. Regelmäßig regen sich Zuschauer über den Teeny-Experten auf, echte Fehler sind ihm aber nie unterlaufen. An einer geordneten Ausbildung hatte er wenig Interesse: "Mit der Schule habe ich so schnell aufgehört wie nur möglich und habe dann Vollzeit gearbeitet."

Seit einigen Jahren nimmt er nun den Innenraum der Jets ab. Für ihn ist es jedes Mal eine großartige Erfahrung. Die Übergabe des neuen Jets sei immer ein "großes Ereignis", sagt Macheras. Jeder sei aufgeregt. Vor allem die Crew, die als erstes den Jet fliegen darf. Nach dem Start winkt der Pilot meist mit den Tragflächen zurück zur Fabrik am Boden.

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"Alles ist ganz neu. Es ist ein besonderes Gefühl, wenn du dich als erste Person in einer Mini-Suite ausstreckst und dabei weißt, dass dir Tausende von Passagieren folgen werden." Den Reiz könne jeder nachvollziehen: "Neue Flugzeuge riechen fantastisch! Wie ein neues Auto … nur viel besser!"

Im Tiefflug über Hamburg: Der erste Passagierflug des neuen Lufthansa-A350 im Zeitraffer


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