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Flughäfen in Hamburg und Stuttgart: Tausende Fluggäste von Streiks betroffen

Passagiere an den Flughäfen in Hamburg und Stuttgart müssen am Freitag länger warten als gewohnt. Nach den Piloten tritt nun das Sicherheitspersonal in den Warnstreik.

Wartende Fluggäste: So voll könnte es auch in Hamburg und Stuttgart werden.

Wartende Fluggäste: So voll könnte es auch in Hamburg und Stuttgart werden.

Reisende an den Flughäfen in Hamburg und Stuttgart müssen am Freitag mit längeren Wartezeiten rechnen. Nach den Piloten tritt nun das Sicherheitspersonal in den Warnstreik. Die Gewerkschaft ver.di hatte dazu aufgerufen. Grund sind die zähen Tarifverhandlungen für die rund 19.000 Beschäftigten im Sicherheitsgewerbe.

Um den Druck zu erhöhen, streikt das Sicherheitspersonal der beiden Airports parallel. Während der Streik in Stuttgart von 3 bis 14 Uhr dauern soll, werden die Sicherheutsleute des Hamburg Airports ihre Arbeit allerdings von 11 bis 16 Uhr niederlegen, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Keine Lösung des Tarifstreits in Sicht

Am Stuttgarter Flughafen ist das Sicherheitspersonal am Freitagmorgen in den Warnstreik getreten. Rund 60 Abflüge und 6000 Passagiere seien betroffen, teilte der Flughafen mit.

In Hamburg hatten bis zum Start des Streiks um 11.00 Uhrbereits 2000 Reisende zusätzlich gegenüber einem normalen Freitag die Sicherheitskontrollen passiert, teilte eine Sprecherin des Flughafens mit. Sie folgten damit dem Aufruf des Airports, möglichst frühzeitig am Flughafen zu sein und Wartezeiten einzurechnen. Bis zum Ende des Warnstreiks um 16.00 Uhr stehen 53 Abflüge auf dem Hamburger Flugplan; vier davon wurden gestrichen.

Ver.di will die Arbeitgeber dazu bewegen, am 26. Januar in den Verhandlungen ein neues Angebot auf den Tisch zu legen. Die bisherigen Verhandlungen brachten keine Einigung. So boten die Arbeitgeber laut Gewerschaft als Einstiegslohn 8,75 Euro. Das sind 25 Cent mehr als der jetzt geltende gesetzlichen Mindestlohn. Eine Lösung des Tarifstreits ist nicht in Sicht.

lie/DPA / DPA
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