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Wellness: Massage zum Menü

Essen hält Leib und Seele zusammen. Und so gehört auf Schloss Berg Schlemmen auch zur Wellness.

Es ist auf den ersten Blick eine etwas absurde Kombination: Wellness und Gourmet - wie soll das zusammengehen? Sich morgens auf dem Fitnessrad quälen, entschlackenden Algen-tee trinken, mittags ein Salätchen kosten - und sich abends ein opulentes Sieben-Gänge-Menü servieren lassen? Ja, genau so. Allerdings gibt es nicht viele Hotels, in denen sich das genießen lässt. Das Victor's Residenz-Hotel Schloss Berg im saarländischen Perl-Nennig ist eines.

Zwei Welten, zwei Gebäude: Im alten Renaissance-Schloss kocht Deutschlands jüngster Drei-Sterne-Koch Christian Bau. Und im benachbarten Hotel - "Villa" genannt, weil im eleganten, italienischen Palazzo-Stil erbaut - lockt ein weitläufiger Wellness-Bereich mit Massagen und Anti-Aging-Behandlungen. Die Frage nach der Kompatibilität von Wellness und Essen entlockt Christian Bau ein Lächeln - wohl wissend, wie viel Butter, Sahne und Fett er in seiner Küche verarbeitet. Aber er sagt auch: "Gutes Essen ist gut für den Körper!" In seine Töpfe wandern nur erlesene Zutaten. Der Rehrücken auf einem Jus aus bitterem Kakao und Piment d'Espelette, einer Chilisorte aus Südfrankreich, zergeht im Mund und schmeichelt dem Bauch.

Dass der am nächsten Morgen noch leicht gerundet ist, löst bei der Kosmetikerin keine vorwurfsvollen Blicke aus. Denn Alexandra Burger widmet sich dem Gesicht. Und erklärt, wie wichtig nicht nur Speisen, sondern auch Farben für unser Wohlbefinden sind, welche Energien sie freisetzen oder auch blockieren können. Mit ihren Produkten versucht sie, darauf Einfluss zu nehmen. Die Creme ist zwar weiß, aber die Wirkstoffe wie Avocadoöl und Provitamin B5 entsprechen nach dem Farb-schema der Farbe Orange, die auf das Milz-Chakra wirken und so die Lebenslust steigern und die Haut vitalisieren soll. Und auch wenn man Energiezentren für Humbug hält und Farben für Malerbedarf, lässt sich die Behandlung genießen. Bei schönem Wetter sogar unter freiem Himmel, mit Blick auf sattgrüne Hügel und Weinberge. Und Grün soll ja entspannend wirken.

Marion Schmidt / print
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