VG-Wort Pixel

Länder-Vergleich Zwischen 150 und 1300 Euro pro Menü: Wo Sterneküche am günstigsten ist und wo am teuersten

Köche mit Guide Michelin
Wer Sterneküche genießen will, muss das meist teuer bezahlen - vor allem in Dänemark. (Symbolbild)
© CTK Michal Dolezal/ / Picture Alliance
Sterneküche ist teuer, mancherorts sogar horrend teuer. Warum sich für Feinschmecker eine Reise nach Thailand lohnt und Dänemark eher etwas für Foodies mit prall gefülltem Geldbeutel ist, zeigt ein Preis-Vergleich von "Chef's Pencil".

Restaurants gibt es viele. Aber nur die wenigsten schaffen es, vom Guide Michelin ausgezeichnet zu werden. Die Sterne gelten nach wie vor als Qualitätsgarant. Je höher die Wertung, desto exklusiver das kulinarische Vergnügen. Diese Exklusivität kostet. Leisten kann sich das nicht jeder, zumindest nicht in jedem Land. Das Feinschmeckermagazin "Chef's Pencil" hat sich einmal genauer angesehen, was Gäste für ein Sterne-Menü in den Top-Restaurants berappen müssen und ist auf extreme Preisunterschiede gestoßen. 

Für die Auswertung knöpfte sich "Chefs Pencil" 450 Spitzenrestaurants weltweit vor. Darunter ausschließlich solche, die mit zwei oder drei Michelin-Sternen ausgezeichnet sind. Verglichen wurden dabei die Preise pro Menü. Zu beachten ist, dass die Zahl der Gänge je nach Restaurant variierte, in der Regel handelte es sich um acht- bis zwölfgängige Dinner-Menüs. Dafür blättern Gäste in einem Zwei-Sterne-Restaurant im Schnitt rund 216 Euro* hin, in Drei-Sterne-Restaurants etwa 306 Euro. 

Aber das ist nur der ermittelte Durchschnittspreis. Ein Blick auf die einzelnen Länder zeigt, dass Genuss auch günstiger geht – aber auch viel teurer. Komplett aus dem Rahmen fällt das Ultraviolet von Paul Pairet in Shanghai. Die Menüpreise starten dort ab 530 Euro und  gehen hoch bis auf 1327 Euro.

Thailand ist laut Auswertung eine echte Goldgrube für sparbewusste Feinschmecker, dort liegt der Durchschnittspreis bei etwa 148 Euro. Auch Deutschland schafft es in die Top 10 der günstigsten Länder für Sterne-Küche. Hierzulande zahlt man mit etwa 212 Euro im Schnitt allerdings dennoch bereits über 60 Euro mehr für ein Menü als in Thailand. 

Die zehn Länder mit den günstigsten Sterne-Menüs

  1. Thailand, 148 Euro
  2. Irland, 182 Euro
  3. Südkorea, 183 Euro
  4. Taiwan, 183 Euro
  5. Spanien, 187 Euro
  6. Belgien, 192 Euro
  7. Österreich, 197 Euro
  8. Niederlande, 202 Euro
  9. Deutschland, 212 Euro

Vor allem Bangkok lohnt einen Besuch. Dort gibt es die mit Abstand günstigsten Sterne-Restaurants. Menüs kosten im Schnitt 148 Euro. Aber auch Lyon, Seoul, Rotterdam, Barcelona, Wien, Madrid, Taipeh, Hamburg und Macao können mithalten – mit Durchschnittspreisen von 174 Euro (Lyon) bis 213 Euro (Macao). Wer in Deutschland günstige Sterne-Küche sucht, wird am ehesten im Norden fündig. Hamburg landet auf Rang neun der Städte, mit den weltweit günstigsten Sterne-Menüs. 206 Euro muss man in einem Restaurant mit zwei oder drei Michelin-Sternen durchschnittlich laut Analyse bezahlen.

Richtig tief ins Portemonnaie greifen müssen Gäste allerdings in Dänemark. Das Land stellt mit dem Noma nicht nur das beste Restaurant der Welt (laut "50 Best Restaurants"), in dem skandinavischen Land zahlt man für die Sterneküche auch am meisten. Ein Sterne-Menü kostet in Dänemark im Schnitt knapp 350 Euro und damit mehr als das Doppelte als in Thailand. 

Die zehn Länder mit den teuersten Sterne-Menüs

  1. Dänemark, 350 Euro
  2. Singapur, 312 Euro
  3. Schweden, 280 Euro
  4. Japan, 276 Euro
  5. USA, 268 Euro
  6. China, 266 Euro
  7. Großbritannien, 258 Euro
  8. Frankreich, 257 Euro
  9. Schweiz, 250 Euro
  10. Italien, 219 Euro

Wer in Kopenhagen Michelin gekürte Zwei- oder Drei-Sterneküche genießen möchte, muss ordentlich etwas springen lassen. "Chef's Pencil" weist die Menüpreise der dänischen Stadt mit einem errechneten Durchschnittspreis von 384 Euro als die teuersten aus. Aber auch die Gastronomen auf den Plätzen zwei bis zehn verlangen deftige Preise. Zu den teuersten Städten für Sterneküche zählen nach Kopenhagen Shanghai an Rang zwei, gefolgt von Kyoto, Singapur, Paris, Stockholm, Hongkong, Amsterdam. New York und Mailand teilen sich Rang zehn, dort kostet ein Menü im Schnitt 265 Euro, ist also beinahe 120 Euro günstiger als in Kopenhagen. 

*Bei allen Preisangaben handelt es sich um gerundete Durchschnittspreise

Quelle: Chef's Pencil

tpo

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker