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Formel 1 Valtteri Bottas kämpft um Startplatz bei Mercedes: "Bin eine gute Anlage für das Team"

Lewis Hamilton und Valtteri Bottas posieren vor ihren Rennwägen
Sind sie auch in der kommenden Saison Teamkollegen? Die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton (l.) und Valtteri Bottas (r.) vor dem Prototyp ihres neuen Rennwagens
© Michael Regan / Getty Images
Wer tritt in der kommenden Saison an der Seite von Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Silberpfeil von Mercedes an? Valtteri Bottas will seinen Platz gegenüber dem vielversprechendem Talent George Russell behaupten.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RTL.de.

Eigenwerbung stinkt bekanntlich oft. Was aber bleibt Valtteri Bottas im Kampf um seine Formel-1-Zukunft bei Mercedes anderes übrig, als die eigenen Vorzüge zu betonen? Eben, nix! In einem Interview hat der Finne also dargelegt, warum er auch 2022 der richtige Garagen-Nachbar für Lewis Hamilton sei.

Toto Wolff hat das letzte Wort

"Ich kenne keinen Fahrer so gut wie mich selbst und meine Fähigkeiten, es ist also immer schwer, das zu kommentieren", sagte Bottas bei ESPN zum Kampf um das zweite Mercedes-Cockpit zwischen ihm und Silber-Kronprinz George Russell.

Was er aber "mit Selbstvertrauen" sagen könne: "Ich bin eine gute Anlage für das Team und es wäre definitiv anders, wenn ich nicht hier wäre. Ich vertraue meinen Fähigkeiten, aber ich treffe nicht die Entscheidungen.

Das stimmt wohl, das letzte Wort hat immer noch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Und der wird Bottas und dessen Nebenbuhler George Russell Ende August mitteilen, wer nächstes Jahr im Silberpfeil sitzt.

Valtteri Bottas: Ohne mich wär's anders

Bottas' Aussage, "ohne mich wäre es definitiv anders", macht indes deutlich: Er spielt im Poker um das vielleicht begehrteste F1-Cockpit ganz klar die "Wingman"-Karte. Seht her, ich bin die zuverlässige (Hilfs)Kraft im Duell mit Red Bull. Ich mache keinen Stunk (anders als womöglich Russell), im Gegenteil: Ich vertrage mich mit Lewis, zusammen sorgen wir für ein tolles Klima im Team.

Das mag alles stimmen. Allein: Die wenigsten glauben, dass Wolff den hochtalentierten Russell ein weiteres Jahr bei Williams versauern lässt. Der Brite – das zeigen seine Leistungen diese Saison einmal mehr – ist reif für Mercedes, reif für das Generationenduell mit Landsmann Hamilton.

Andere Teams? Bottas hält sich bedeckt

Das Aus bei Mercedes wäre für Bottas aber wahrscheinlich nicht gleichbedeutend mit dem Ende seiner Formel-1-Karriere. Williams, wo der 31-Jährige von 2013 bis 2016 fuhr, ist eine Option. Und beim Ungarn-GP soll das Bottas-Management auch mit Alfa-Romeo-Teamchef Frédéric Vasseur verhandelt haben. Bei den Italienern könnte Bottas Landsmann Kimi Räikkönen beerben.

Der Vize-Weltmeister hält sich diesbezüglich bedeckt. "Ich ziehe es vor, das für mich zu behalten [ob er mit anderen Teams gesprochen habe]– vielleicht habe ich, vielleicht nicht. Aber ich habe viele Leute um mich herum und natürlich haben die sich nicht nur zuhause ausgeruht", sagte Bottas.

Man müsse selbstverständlich einen "Sinn dafür haben, was da draußen verfügbar ist, was die Möglichkeiten sind. Ich habe das Gefühl, dass man mir noch nicht genau gesagt hat, wie weit die Gespräche an anderer Stelle sind, weil ich mich auf das Rennfahren fokussiere", so der neunmalige GP-Sieger. Und: "Wenn es für mich nötig ist, mit anderen Teams zu sprechen, werde ich das tun."

Klingt dann doch irgendwie eindeutig. Eindeutig nach Mercedes-Abschied.

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mar/ jus/ RTL.de

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