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FORMEL 1: BMW setzt auf geballte Power

Vor der Saison kann BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger vor allem mit dem wohl stärksten Motor der Formel 1 glänzen.

Vor der Saison sieht BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger die Ausgangslage für sein Team verhalten optimistisch: »Ich gehe davon aus, dass Ferrari die Nummer 1 ist. McLaren-Mercedes darf man nicht unterschätzen. Sie haben ein sehr gutes Auto. Die Frage bleibt: Wie gut ist der Motor«, setzte der Tiroler einen verbalen Seitenhieb gegen den schwäbischen Triebwerk- Konkurrenten. »Unser Ziel ist der zweite Platz nach Rang drei im Vorjahr. Dann wäre McLaren-Mercedes unser Hauptgegner.«

»Stärkste Fahrerpaarung«

Berger bezeichnete das Williams-BMW-Duo Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya als »stärkste Fahrerpaarung. Wenn wir ihnen das entsprechende Material geben können, haben beide WM-Chancen.« Allerdings bereiten ihm Probleme mit dem Auto trotz der guten Vorbereitung und 20 000 Testkilometern Sorgen: »Ich vermisse Abtrieb im Chassis-Bereich.« Wenn der britische Partner dieses Defizit nicht beheben kann, droht der erhoffte Vorstoß zu scheitern.

Blau-weiße Höchstleistung

Nur auf die Motoren bezogen, haben die Münchner schon 2001 das Duell gegen Stuttgart eindeutig für sich entschieden. Und in dieser Saison leisten die blau-weißen Zehnzylinder nach Ansicht vieler Experten erneut erheblich mehr PS und drehen wesentlich höher als das silberne Gegenstück. Das Fachmagazin »auto motor und sport« bezeichnet den BMW P82 mit 900 PS und 19 000 Umdrehungen pro Minute als das stärkste Power-Paket. Der Mercedes FO 110M liege mit 860 PS und 18 500 Umdrehungen aber auch vor dem Ferrari 051.

In allen Belangen verbessert

»Es schmeichelt uns, dass wir wieder den besten Motor haben sollen«, sagte Berger der Deutschen Presse Agentur (dpa). »Wir haben ihn in allen Belangen verbessert, was angesichts des guten Vorgängermodells eine enorme Leistung ist.« Zu den Zahlen ließ sich der smarte Österreicher nichts entlocken. »Früher habe ich immer gesagt, über Geld und Frauen rede ich nicht. Heute sage ich, über Drehzahlen, Geld und Frauen rede ich nicht«, witzelte Berger gegenüber »Motorsport aktuell«.

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