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FORMEL 1: Rechtliche Schritte gegen Brunner

Gar nicht glücklich ist der italienische Minardi-Rennstall über den Wechsel seines bisherigen Chefdesigners Gustav Brunner zu Toyota.

Gar nicht glücklich ist der Minardi-Rennstall über den Wechsel seines bisherigen Chefdesigners Gustav Brunner zu Toyota. »Wir sind natürlich sehr enttäuscht über diese Nachricht«, ließ Minardi-Teamchef Paul Stoddart heute vermelden. »Wir haben Gustav vertraut und er war im Team hoch angesehen. Deshalb ist es für uns völlig unverständlich, wie er so handeln konnte.«

Große Chance

Brunner hatte am Montag seinen sofortigen Wechsel zum Toyota-Entwicklungsteam verkündet. Dort wird er als Chefdesigner maßgeblich dafür verantwortlich sein, wie der Toyota-Formel-1-Bolide im nächsten Jahr aussehen wird. »Es tut mir etwas leid, mein aktuelles Team zu verlassen. Aber diese Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen«, sagte Brunner am Montag. Ove Andersson, Präsident der Toyota Motorsport GmbH, sagte: »Wir freuen uns sehr darüber, dass Brunner unsere Designabteilung leitet. Er bringt eine große Formel-1-Erfahrung mit sich.«

Brunner war für Minardi von entscheidender Bedeutung. Nur dank seiner langjährigen Erfahrung war es ihm möglich, das aktuelle Minardi-Auto in Rekordzeit zu entwickeln. Der Wagen wurde erst unmittelbar vor dem Saisonauftakt in Australien fertig.

Rechtliche Mittel

Kein Wunder, dass Minardi sich jetzt gegen diesen Verlust wehrt: »Wir sind überrascht und betrübt, dass eine Firma wie Toyota Herrn Brunner anstellt, obwohl er bei Minardi noch einen Vertrag bis zum ersten Januar 2003 besitzt«, konnte es Paul Stoddart noch immer nicht fassen. »Aus diesem Grund wird Minardi alle zur Verfügung stehenden, rechtlichen Mittel gegen Herrn Brunner und Toyota einsetzen.«

Gustav Brunner begann 1978 in der Formel 1 beim Rennstall ATS. Er arbeitete danach unter anderem für Ferrari, Arrows, Alfa Romeo und March.

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