HOME

FORMEL 1: Schumachers Siegesfahrt in eine andere Liga

Nach der überragenden Vorstellung in der Qualifikation hat Michael Schumacher beim großen Preis von Malaysia den zweiten Saisonsieg eingefahren.

Es hatte sich angedeutet. Nach der überragenden Vorstellung in der Qualifikation hat Michael Schumacher beim großen Preis von Malaysia den zweiten Saisonsieg eingefahren. Der Weg aufs oberste Treppchen war jedoch unerwartet feucht.

Zwei Starts

Gleich zweimal hieß es für die Fahrer beim Start »Gentlemen, start your engines«. Giancarlo Fisichella hatte einen Startabbruch verursacht. Nachdem der zweite Startversuch beim zweiten Saisonrennen um die Formel-1- Weltmeisterschaft geglückt war, drehte sich Ralf Schumacher nach kurzer Feindberührung mit Rubens Barichello und fiel vom dritten auf den achten Platz zurück. Sein kolumbianischer Teamkollege Juan Pablo Montoya war bereits beim Start stehen geblieben.

Heftige Regenfälle

Kaum hatte sich das Feld von den Start-Turbulenzen erholt, meldete sich der Wettergott zu Wort, es setzten sinnflutartige Regenfälle ein. Kurioserweise verwandelte sich nur ein Teil der Strecke zum Feuchtbiotop, während vor allem die vorderen Sektoren vom Regen verschont blieben. Sauber-Pilot Nick Heidfeld schied bei einsetzendem Regen bereits in der 3. Runde aus. Dieses Schicksal teilte er mit mehreren Fahrern, die auf der rutschigen Strecke ihre Autos nicht kontrollieren konnten. Selbst Michael Schumacher schaute kurz im Kiesbett vorbei. Um weiter Unfälle zu verhindern, bremste das Sicherheitsfahrzeug (Safety Car) das Feld ein, der Reifenpoker konnte beginnen. Ferrari riskierte viel, dir roten Renner bekamen nur sogenannte »Intermediates« (Mischform aus Regen und Trockenreifen) aufgezogen. Pech für die Michelin-Teams: Der französische Reifenhersteller hatte keine »Intermediates« dabei.

Schumacher zeitweise elfter

Die mutige Entscheidung Ferraris zeigte auf der halbnassen Strecke den gewünschten Erfolg. Michael Schumacher, durch seinen Kiesbettausflug zeitweise auf Platz elf zurückgefallen, rollte das Feld von hinten auf und löste David Coulthard als Leader ab. Teilweise fuhren Schumacher und Barichello fünf Zehntelsekunden schneller als die Konkurrenten von McLaren Mercedes. Durch den Reifenpoker ebenfalls begünstigt: Jos Verstappen im Arrows. Er konnte es zeitweise sogar mit Mika Hakkinen aufnehmen.

Schumachers Vorsprung wuchs 15 Runden vor Schluss auf fast 50 Sekunden an vor dem drittplazierten David Coulthard an.

Es hat sich wieder gezeigt, dass der neue Ferrari, die »rote Göttin«, wie »sie« von den Italienern genannt wird, bisher das Maß aller Dinge ist. In Kombination mit einem, wie auf Schienen fahrenden Michael Schumacher, wird man noch mehrere Erfolge erwarten dürfen

Die ersten sechs:

1. Michael Schumacher

2. Rubens Barichello

3. David Coulthard

4. Heinz-Harald Frentzen

5. Ralf Schumacher

6. Mika Hakkinen

Wissenscommunity