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Formel 1: Schumi startet aus erster Reihe

Freitag noch Vierter, Sonnabend auf Platz zwei: Michael Schumacher geht von Platz zwei neben Bestzeitfahrer Jenson Button ins Rennen von Indianapolis.

Beim Freitagstraining musste sich Michael Schumacher noch mit einem Platz hinter Teamkollegen Rubens Barrichello zufrieden geben. Die klassische Hierarchie stellte sich aber nach dem Qualifying von Sonnabend wieder ein – auch wenn der Weltmeister nicht von der Pole-Position aus starten wird.

Auf dem 4,192 km langen Kurs des Motor Speedway in Indianapolis war der Ferrari-Fahrer mit 1:10,199 Minuten um 0,143 Sekunden langsamer als der Brite Jenson Button (1:10,056) im BAR-Honda. Dritter wurde der Japaner Takuma Sato (1:10,251) im zweiten BAR-Honda vor Schumachers Teamkollege Rubens Barrichello (1:10,351). Ralf Schumacher kam im Williams-BMW in 1:10,820 Minuten auf den achten Platz. Die McLaren-Mercedes-Piloten Kimi Räikkönen und David Coulthard (1:11,385) belegten die in dieser Saison schon fast obligatorischen hinteren Ränge zehn und zwölf.

Neuer Qualifikationsmodus sorgt für Unmut

Derweil regt sich bei den kleineren Formel 1-Teams Unmut über den geänderten Qualifikationsmodus. Nach langem Hin und Her hatten sich die zehn Teamchefs auf Drängen von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone auf die Abschaffung des bei Medien und Zuschauern ungeliebten Einzelzeitfahrens geeinigt und ein neues System verabschiedet, das nun beim Grand-Prix-Wochenende in Silverstone (9.-11. Juli) eingeführt werden soll.

Künftig gehen an jedem Sonnabend eines Formel-1-Wochenendes die Fahrer gemeinsam auf die Strecke zu zwei 25-minütigen Zeittrainings-Einheiten. Dazwischen gibt es eine Pause von zehn Minuten. In jeder Einheit dürfen die Fahrer je sechs Runden fahren. Damit kehrt die Formel 1 zu dem System zurück, das bis zur Einführung des Einzelzeitfahrens im vergangenen Jahr galt.

Während die Fahrer, die TV-Anstalten und die meisten Team-Verantwortlichen den Schritt begrüßen, maulen vor allem die Chefs der kleinen Rennställe. "Man wird nie eine Einigung hinbekommen, die sich alle wünschen", meinte Weltmeister Michael Schumacher in Indianapolis zu dem Gezerre. Letzte Hürde ist die Sitzung des World Councils des Internationalen Automobil - Verbandes am 30. Juni, das den Vorschlag noch absegnen muss.

"Wir sind die Verlierer", sagte Paul Stoddart, Chef des finanzschwachen Minardi-Teams. Gemeinsam hatten er und Eddie Jordan vom gleichnamigen Rennstall mit ihrem Veto lange eine Einigung unter den Teamchefs, die ihre Beschlüsse einstimmig treffen müssen, verhindert. Stoddart und Jordan fürchten, nicht mehr so häufig im TV- Bild zu erscheinen und dadurch Sponsoren zu verlieren. Wenn alle Autos auf der Strecke sind, würden nur die Ferraris, Williams-BMW oder McLaren-Mercedes gezeigt, glaubt Jordan: "Ich konnte bisher meinen Sponsoren ein Element der Zeit im TV verkaufen. Ich habe das Gefühl, dass dies uns nun weggenommen wird."

DPA

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