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Formel 1: Unerlaubtes Fliegen mit Red Bull?

Über eine Woche haben die Top-Teams gerätselt, warum Red Bull in Barcelona plötzliche so stark war. Jetzt ist sicher: Weil mit einem verbotenen Heckflügel gefahren wurde. Erinnerungen an einen Ferrari-Täuschungsversuch werden wach.

Nach einem Bericht von "Auto, Motor und Sport"-Online steht der Formel-1-Rennstall Red Bull unter dem Verdacht, sich durch den Einsatz eines unerlaubten Heckflügels einen Vorteil verschafft zu haben. Wie das Fachmagazin kurz vor dem Großen Preis von Manco berichtete, soll sich das Leitwerk beim Rennen zuletzt in Barcelona beim Beschleunigen und Bremsen des RB 3 klar verbogen haben. Dies ist allerdings seit dem vergangenen Jahr verboten, nachdem Ferrari mit einem beweglichen Heckflügel gefahren war.

"Aber im Vergleich zu dem, was beim Red Bull passiert, war der Vorwurf gegen Ferrari eine Kleinigkeit", wurde ein Formel-1-Technikchef auf der Internetseite des Magazins zitiert. "Das muss absichtlich exakt so konstruiert sein, ansonsten würde der Flügel abbrechen", so ein Technik-Experte.

Kein Regelverstoß

Routinier David Coulthard hatte sich im Red Bull beim Europa-Auftakt in Spanien deutlich verbessert gezeigt. Nachdem der Schotte in den ersten drei WM-Läufen jeweils ausgefallen war, raste er in Barcelona auf den fünften Rang. In der Qualifikation hatte er mit rund 310 Kilometern pro Stunde die Top-Geschwindigkeit erzielt. Ein erfahrener Konstrukteur hielte einen Top-Speed-Zuwachs von sechs Kilometern pro Stunde bei einem biegsamen Flügel für realistisch und berechnete für Barcelona einen Zeitvorteil von 0,25 Sekunden pro Runde, so "Auto, Motor und Sport".

Allerdings konnte der Internationale Automobilverband FIA dem Rennstall des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz bis dato keinen Regelverstoß nachweisen. Doch die Sporthoheit habe angekündigt, sich das Red-Bull-Flügelwerk künftig genauestens anzusehen. "Ich habe die Bilder nicht gesehen, aber so wie wir es sehen, entspricht das Auto komplett den Regeln", verteidigte sich Teamchef Christian Horner.

DPA / DPA
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